Sie klingt, als könnte sie durch Wände schauen. Wenn Daniela Kraus vor einem Gebäude steht und erzählt, wirkt es ein bisschen so, als ob sie eine VR-Brille auf hätte, mit der sie mitten in ein Gebäude sehen kann und in der ihr alles angezeigt wird, was es braucht, um davor oder darin einen Film zu drehen. Die 32-Jährige sieht natürlich an einem sonnigen Vormittag in Wahrheit nur die Fassade des Bayerischen Hofs am Promenadeplatz in München, aber vor allem sieht sie respektive weiß und erzählt sie, was dahinter liegt: Das Paris-Zimmer des Hotels zum Beispiel, das man für besondere Szenen nutzen kann. Säle, die für Historien-Filme geeignet sind. Eine Dachterrasse, die verschiedene Lichtstimmungen bietet. Hotel-Manager, die regelmäßig Dreharbeiten – natürlich gegen Geld – ermöglichen. Und Starkstrom-Anschlüsse.
Location-Scout: Ohne sie kein Film
Kosten, Lärm, Nachbarn, Müll: Kaum jemand muss bei einer Filmproduktion mehr im Blick haben als eine Location-Managerin wie Daniela Kraus.






