Er ist die Stimme der Alten Försterei. Christian Arbeit fungiert beim 1. FC Union Berlin schon seit etlichen Jahren als Stadionsprecher und heizt den Fans im Vorfeld der Partien immer mächtig ein. „Unioner“, röhrt er ins Mikrofon, und die Massen jubeln ihm zu. Ob vor Test- oder Pflichtspielen: Ein Heimspiel ohne den 52-Jährigen als Stimmungsmacher ist eigentlich undenkbar. Am Sonntag vor dem Testspiel gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio war aber alles anders. Arbeit weilte mit den U16-Junioren der Eisernen in China, konnte selbst also nicht in Berlin auf dem Rasen stehen. Bettina Bestgen, die ansonsten die Spiele der Frauen in der Bundesliga bei Union anmoderiert, übernahm am Mikrofon und machte ihre Sache ausgezeichnet.
Bettina Bestgen moderierte in der Alten Försterei erstmals ein Spiel der Männer an.
© Matthias Koch/IMAGO
In ihrem ganz eigenen Stil sagte die Schweizerin beispielsweise die Mannschaftsaufstellung an. „Wenn ich Fußball gucke, höre ich schon immer wahnsinnig doll auf die anderen Stadionsprecherinnen und -sprecher. Christian ist natürlich ein Union-Urgestein. Aber ihn nachzumachen, wäre dumm. Das Wichtigste ist, es authentisch zu machen“, sagte sie gerade erst in einem Interview mit dem RBB.






