Unterwössen (dpa/lby) - Waldbrände halten die Einsatzkräfte in Bayern weiter auf Trab. In den Chiemgauer Alpen laufen nach einem Waldbergbrand die Nachlöscharbeiten, am Johannisberg in der Oberpfalz hat die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle, aber weiterhin nicht vollständig gelöscht. Angesichts von Hitze und Trockenheit bleibt das Risiko für weitere Brände dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge auf Warnstufe 4. Besonders hoch ist die Gefahr demnach am Dienstag und Mittwoch in der Mitte und im Norden Bayerns. In der Oberpfalz waren am Freitag bei Freudenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach) rund 5,7 Hektar Wald in Brand geraten. Sieben Einsatzkräfte wurden seitdem verletzt, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Nach Angaben des Landratsamts waren rund 200 Helfer am Sonntag seit dem frühen Morgen damit beschäftigt, die vielen Bodenfeuer zu löschen. Im Landkreis Amberg-Sulzbach ist das Feuer unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht. (Archivbild) Tizian Gerbing/dpaDer Einsatz von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz, Bergwacht und Technischem Hilfswerk war durchaus gefährlich. Das liege an umstürzenden Bäumen, herabfallenden Ästen und Glutnestern am Boden. Auch das unwegsame Gelände erschwere die Löscharbeiten. Für Anwohner besteht laut dem Landratsamt keine Gefahr. Die Kreisstraße AS 29 zwischen Freudenberg und Bühl bleibe weiterhin gesperrt. Mehrere hundert Kräfte sind im oberpfälzischen Freudenberg im Einsatz. Tizian Gerbing/dpaIn der Nacht waren wieder Flammen zu sehenAn der Lackenbergwand in den Chiemgauer Alpen kam es in der Nacht zum Sonntag teils erneut zur Glutbildung, vereinzelt waren Flammen zu sehen. Die Lage sei aber unter Kontrolle, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein. In der Nacht war eine Drohne mit Wärmebildtechnik über das Gebiet geflogen. Die Auswertung der Aufnahmen zeige einen Erfolg, die Zahl der Wärmequellen sei zurückgegangen, teilte der Kreisfeuerwehrverband mit. Auch am Sonntag waren Helferinnen und Helfer damit beschäftigt, die Glutnester im steilen Gelände per Hand zu löschen. Sie müssten jedes einzelne Glutnest öffnen, freilegen und löschen, sagte der Sprecher. Man gehe von einem „langwierigen Einsatz“ aus. Zwischendurch sei zwar Regen gefallen, der habe aber nicht gegen die Glutnester geholfen. In den Chiemgauer Alpen müssen die Glutnester händisch geöffnet, freigelegt und gelöscht werden. (Archivbild) Uwe Lein/dpaDas Feuer in dem Bergwald nahe der Lackenbergwand war am Mittwochabend entdeckt worden. Hitze und extreme Trockenheit erschweren die Löscharbeiten. Zwischenzeitlich wurde der Katastrophenfall in der Gemeinde Unterwössen (Landkreis Traunstein) ausgerufen, seit Freitag gilt der Brand aber - bis auf die Glutnester - als gelöscht.Kleinerer Waldbrand wurde rechtzeitig gelöschtNur wenige Kilometer entfernt, in Marquartstein (Landkreis Traunstein), war am Freitag ein kleinerer Waldbrand eingedämmt worden, der nun weiter engmaschig überwacht wird. Augenzeugen hatten Rauch nahe der Schnappenkirche am Hochgern gemeldet und den Notruf gewählt. Das Feuer erstreckte sich demnach auf einer Fläche von zehn mal zehn Metern und wurde gelöscht, bevor es sich weiter ausbreiten konnte. Eine leichte Rauchentwicklung sei in der Nacht von der Wache gelöscht worden, so der Kreisfeuerwehrverband.Bei Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land hatte ein Blitzeinschlag am Freitagabend einen Brand an der Südseite des Hochstaufens entfacht. Das Ausmaß des Feuers war nach Angaben der Polizei überschaubar, allerdings mussten auch dort die Glutnester teils per Hand bekämpft werden.© dpa-infocom, dpa:260802-930-473766/1
Feuerwehr löscht Glutnester - hohe Waldbrandgefahr in Bayern
Unterwössen (dpa/lby) - Waldbrände halten die Einsatzkräfte in Bayern weiter auf Trab. In den Chiemgauer Alpen laufen nach einem Waldbergbrand die Nachlöscharbeiten, am Johannisberg in der Oberpfalz hat die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle, aber weiterhin nicht vollständig gelöscht. Angesichts von Hitze und Trockenheit bleibt das Risiko für weitere Brände dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge auf Warnstufe 4. Besonders hoch ist die Gefahr demnach am Dienstag und Mittwoch in der Mitte und im Norden Bayerns. In der Oberpfalz waren am Freitag bei Freudenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach) rund 5,7 Hektar Wald in Brand geraten. Sieben Einsatzkräfte wurden seitdem verletzt, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Nach Angaben des Landratsamts waren rund 200 Helfer am Sonntag seit dem frühen Morgen damit beschäftigt, die vielen Bodenfeuer zu löschen. Im Landkreis Amberg-Sulzbach ist das Feuer unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht. (Archivbild) Tizian Gerbing/dpaDer Einsatz von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz, Bergwacht und Technischem Hilfswerk war durchaus gefährlich. Das liege an umstürzenden Bäumen, herabfallenden Ästen und Glutnestern am Boden. Auch das unwegsame Gelände erschwere die Löscharbeiten. Für Anwohner besteht laut dem Landratsamt keine Gefahr. Die Kreisstraße AS 29 zwischen Freudenberg und Bühl bleibe weiterhin gesperrt. Mehrere hundert Kräfte sind im oberpfälzischen Freudenberg im Einsatz. Tizian Gerbing/dpaIn der Nacht waren wieder Flammen zu sehenAn der Lackenbergwand in den Chiemgauer Alpen kam es in der Nacht zum Sonntag teils erneut zur Glutbildung, vereinzelt waren Flammen zu sehen. Die Lage sei aber unter Kontrolle, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein. In der Nacht war eine Drohne mit Wärmebildtechnik über das Gebiet geflogen. Die Auswertung der Aufnahmen zeige einen Erfolg, die Zahl der Wärmequellen sei zurückgegangen, teilte der Kreisfeuerwehrverband mit. Auch am Sonntag waren Helferinnen und Helfer damit beschäftigt, die Glutnester im steilen Gelände per Hand zu löschen. Sie müssten jedes einzelne Glutnest öffnen, freilegen und löschen, sagte der Sprecher. Man gehe von einem „langwierigen Einsatz“ aus. Zwischendurch sei zwar Regen gefallen, der habe aber nicht gegen die Glutnester geholfen. In den Chiemgauer Alpen müssen die Glutnester händisch geöffnet, freigelegt und gelöscht werden. (Archivbild) Uwe Lein/dpaDas Feuer in dem Bergwald nahe der Lackenbergwand war am Mittwochabend entdeckt worden. Hitze und extreme Trockenheit erschweren die Löscharbeiten. Zwischenzeitlich wurde der Katastrophenfall in der Gemeinde Unterwössen (Landkreis Traunstein) ausgerufen, seit Freitag gilt der Brand aber - bis auf die Glutnester - als gelöscht.Kleinerer Waldbrand wurde rechtzeitig gelöschtNur wenige Kilometer entfernt, in Marquartstein (Landkreis Traunstein), war am Freitag ein kleinerer Waldbrand eingedämmt worden, der nun weiter engmaschig überwacht wird. Augenzeugen hatten Rauch nahe der Schnappenkirche am Hochgern gemeldet und den Notruf gewählt. Das Feuer erstreckte sich demnach auf einer Fläche von zehn mal zehn Metern und wurde gelöscht, bevor es sich weiter ausbreiten konnte. Eine leichte Rauchentwicklung sei in der Nacht von der Wache gelöscht worden, so der Kreisfeuerwehrverband.Bei Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land hatte ein Blitzeinschlag am Freitagabend einen Brand an der Südseite des Hochstaufens entfacht. Das Ausmaß des Feuers war nach Angaben der Polizei überschaubar, allerdings mussten auch dort die Glutnester teils per Hand bekämpft werden.© dpa-infocom, dpa:260802-930-473766/1













