PfadnavigationHomePanorama14-Millionen-Dollar-RenovierungVerfahren um Schäden an „Reflecting Pool“ eingestellt – Staatsanwältin erzürnt TrumpVeröffentlicht am 02.01.2026Lesedauer: 3 MinutenAuch eine Algenplage hatte das Wasser des Beckens in Washington verunreinigtQuelle: Jacquelyn Martin/AP/dpaEinfach nur Bau-Pfusch, kein politischer Hintergrund: Die US-Staatsanwaltschaft ermittelt nicht weiter gegen den 67-Jährigen, der das renovierte Wasserbecken in Washington „beschädigt“ haben soll. Donald Trump gefällt das gar nicht – er hält an seiner Vandalismus-These fest.Der Streit um mögliche Schäden an dem aufwendig renovierten Wasserbecken in Washington hat vorerst keine weiteren rechtlichen Konsequenzen: Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den ehemaligen US-Olympiateilnehmer David Hearn eingestellt. Neue Erkenntnisse „untergraben die Beweisgrundlage für die Anklage“, erklärte Staatsanwältin Jeanine Pirro am Freitag. Die von Trump angeordneten überstürzten Renovierungsarbeiten seien in Wirklichkeit einfach nur verpfuscht worden.Hearn war im Juni festgenommen worden, weil er das Becken im Juni mutwillig beschädigt haben soll. Er wurde von einem Bundesgericht wegen schwerer Sachbeschädigung angeklagt. Dem 67-Jährigen drohten bis zu zehn Jahre Haft.Hearn war am 19. Juni bei einem Besuch an dem sogenannten Reflecting Pool festgenommen worden, in dem sich der Obelisk zu Ehren des früheren Präsidenten George Washington und auf der anderen Seite das Lincoln-Denkmal spiegeln. Er habe während einer Fahrradtour an dem Wasserbecken angehalten, um sich die von Trump beauftragten Arbeiten selbst anzusehen, sagte er US-Medien nach seiner Festnahme.Nach einem Neuanstrich löste sich der BodenbelagPirro warf ihm jedoch aufgrund von Zeugenberichten die absichtliche Beschädigung öffentlichen Eigentums vor. Hearns Anwalt Norm Eisen warf Trump dagegen vor, unschuldige Bürger zu „Sündenböcken“ für verpfuschte Renovierungsarbeiten zu machen.Nach einem von Trump veranlassten Neuanstrich des Beckens in Schwimmbadfarbe hatte sich der Bodenbelag teils abgelöst. Trump macht dafür „Vandalen“ verantwortlich – auch nach Einstellung des Verfahrens. „Ich bin vollkommen anderer Meinung als Jeanine Pirro (...) Ich weiß nicht, was ihr durch den Kopf gegangen ist!“, schrieb der Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social.Lesen Sie auch„Vielleicht gab es Probleme mit dem Bauunternehmer, aber der Hauptschaden wurde von Vandalen verursacht!“, behauptete Trump weiter Trump veröffentlichte auf Truth Social zudem ein Video, das seine Vandalismus-These untermauern soll. Auf den Bildern ist allerdings nichts zu erkennen, was eindeutig auf die von ihm angeführten Messerspuren schließen lässt.Seit der Wiedereröffnung ist das Wasserbecken zudem von Algen befallen. Um diese zu bekämpfen, sollen öffentliche Bedienstete Chemikalien ins Wasser eingeleitet haben. Dies kann laut Experten dazu führen, dass sich der Bodenbelag ablöst.Presseberichten zufolge kostete die Renovierung rund 14 Millionen Dollar (gut zwölf Millionen Euro). Sie erfolgte kurz vor den 250-Jahr-Feiern der USA am 4. Juli. Den Auftrag erhielt ein mit Trump befreundeter Unternehmer ohne jede öffentliche Ausschreibung. Dasselbe Unternehmen soll die Schäden nun ausbessern.Hearns Anwälte erklärten, dass der Fall „niemals hätte vor Gericht gebracht werden dürfen“. Die Einstellung des Verfahrens mache „den Missbrauch staatlicher Macht bei der Festnahme und Anklage eines patriotischen Amerikaners, der nichts Unrechtes getan hat, nicht ungeschehen“. Von Trumps Regierung forderten sie eine Entschuldigung bei ihrem Mandanten.AFP/krott/luwi
Washington: Verfahren um Schäden an „Reflecting Pool“ eingestellt – Staatsanwältin erzürnt Trump - WELT
Einfach nur Bau-Pfusch, kein politischer Hintergrund: Die US-Staatsanwaltschaft ermittelt nicht weiter gegen den 67-Jährigen, der das renovierte Wasserbecken in Washington „beschädigt“ haben soll. Donald Trump gefällt das gar nicht – er hält an seiner Vandalismus-These fest.






