Die isländische Küstenwache und Spezialkräfte haben ein Anti-Walfang-Schiff der »Captain Paul Watson Foundation« beschlagnahmt und dessen Besatzung festgenommen. Das teilten Behördenvertreter des arktischen Inselstaats am Samstag mit.Die isländische Küstenwache teilte mit, die Besatzung des Walfangschiffs »Hvalur 9« habe am Donnerstagabend um Hilfe gebeten, weil sie ihre Sicherheit durch das Protestschiff »Bandero« bedroht sah. Die »Bandero« habe die Anweisung der Küstenwache, die isländischen Gewässer zu verlassen, ignoriert und auch sonstigen Anweisungen nicht Folge geleistet.
Daraufhin seien die Küstenwache und eine Spezialeinheit der Polizei, das sogenannte »Viking Squad«, am Donnerstag gegen Mitternacht an Bord des Schiffs gegangen und hätten die Besatzung festgenommen, hieß es. Paul Watson sei nicht an Bord gewesen.Polizei strebt Abschiebung der Aktivisten anDie Captain Paul Watson Foundation bestätigte in einer Erklärung, dass das Schiff beschlagnahmt worden sei. Die 21 Besatzungsmitglieder würden ohne ihre Telefone an Bord des Schiffs festgehalten.
Das Schiff traf am Freitag in Islands Hauptstadt Reykjavík ein, die Polizei habe die Ermittlungen übernommen, teilte die Küstenwache mit.Der isländische Rundfunksender RUV berichtete, die Polizei werde die Abschiebung der Besatzung anstreben und ihr die Wiedereinreise nach Island untersagen wollen.Anti-Walfang-Aktivisten wurden durch TV-Serie bekanntDer in Kanada geborene Watson, 75 Jahre alt, ist ein früherer Chef der »Sea Shepherd Conservation Society«, deren Konfrontationen mit Walfangschiffen auf hoher See in der Reality-TV-Serie »Whale Wars« zu sehen waren. Watsons radikales Vorgehen brachte ihn regelmäßig ins Gefängnis. 2022 verließ er Sea Shepherd, um seine eigene Stiftung zu gründen.










