Der seit Mai grassierende Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Inzwischen seien fünf Provinzen betroffen. Bis Donnerstag seien 3605 bestätigte Erkrankungen und 1587 Todesfälle gemeldet worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf am Samstag mit. Die Entwicklung der Fallzahlen, die geografische Ausweitung und die hohe Sterblichkeit unterstrichen die Dynamik des Infektionsgeschehens.Bei der Epidemie handelt es sich laut WHO inzwischen um den größten Ebola-Ausbruch der Geschichte im Kongo. Die Sicherheitslage in dem von Konflikten geprägten Land, Vertreibung und Bevölkerungsbewegungen über die Grenzen erschwerten Gegenmaßnahmen und erhöhten das Risiko einer regionalen Ausbreitung, hieß es. Man müsse wesentlich mehr tun, um das Virus einzudämmen.Uganda erklärt Ausbruch für beendetUnterdessen erklärte das Nachbarland Uganda vergangenen Dienstag den Ausbruch für beendet, wie die WHO mitteilte. Seit 42 Tagen sei kein neuer bestätigter lokaler Fall aufgetreten.Für die aktuelle Epidemie des oft tödlich verlaufenden Ebola-Fiebers ist die Bundibugyo-Variante des Virus verantwortlich. Ein Impfstoff ist erst in Entwicklung. Bis dahin sind die Isolation von Infizierten und die Unterbrechung der Infektionsketten entscheidend.Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen und kann schweres hämorrhagisches Fieber auslösen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.
Tödliches Virus: Ebola-Ausbruch im Kongo verschärft sich
Die Epidemie schreitet weiter voran. Inzwischen gibt es mehr als 3500 bestätigte Infektionen. Die Weltgesundheitsorganisation mahnt, dass die aktuellen Bemühungen zur Bekämpfung des Virus nicht ausreichen.










