Die Renten-Vorschläge sollten vollständig umgesetzt werden, so Kanzler Merz. Doch am Aus der abschlagsfreien Frührente gibt es Kritik aus CDU und SPD. Was nun?

Die CDU-Führung besteht auf Abschaffung der „Rente mit 63“

Sven Hoppe/dpa

afp/dpa | SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf stellt das von den Koalitionsspitzen im Grundsatz bereits verabredete Aus für die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte wieder infrage. In der „Bild“-Zeitung vom Samstag betonte er, deren Abschaffung sei „immer eine zentrale Forderung der CDU“ gewesen. Für die SPD wäre dies hingegen allenfalls „ein schmerzhafter Bestandteil eines Gesamtpakets zur Rentenreform“.

„Für uns bleibt unsere Position in dieser Frage klar. Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen“, sagte Klüssendorf weiter. „Das ist kein Geschenk und keine Sonderbehandlung. Sie haben sich das verdient.“ Wenn daher die CDU „ihre Position in dieser wichtigen Frage jetzt ändert und sich unserer Sicht annähert, wäre das ein richtiges Signal“.