„Ich habe ein hübsches Geschenk für meinen Victor – morgen soll er es bekommen“, sagt Caroline Frankenstein zu ihrem Sohn am Vorabend jenes Tages, an dem sie Elizabeth Lavenza als Ziehtochter in ihr Haus holt. Victor beschreibt später, wie seine Mutter ihm Elizabeth am nächsten Morgen zeigte – mit einer Formulierung, die in ihrer Selbstverständlichkeit ebenso harmlos wie verstörend wirkt: Er habe die Mutter „in kindlichem Ernst beim Wort“ genommen und Elizabeth als sein Eigentum, als Eigentum, das er „schützen, lieben und umhegen sollte“ betrachtet.