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Deutsche Bahn: Pünktlichkeit der Bahn im ersten Halbjahr bei 59 Prozent Mehr als jeder dritte Fernzug war im ersten Halbjahr unpünktlich. Die Bahnchefin sieht aber auch positive Entwicklungen.

Bahnchefin Evelyn Palla würde dem eigenen Konzern die Schulnote 3 geben. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpaNur 58,7 Prozent der Fernzeuge der Deutschen Bahn waren im ersten Halbjahr pünktlich unterwegs. „Das ist kein guter Wert. Da müssen wir auch nichts beschönigen“, sagte Bahnchefin Evelyn Palla der „Welt am Sonntag“.Allerdings hätten in drei Viertel der Fälle die Verspätungen unter 15 Minuten gelegen. „Auch wenn wir insgesamt noch nicht zufrieden sind, dürfen wir die Deutsche Bahn nicht immer schlechter reden, als sie ist“, betonte Palla.Ein Fernzug geht bei der Deutschen Bahn ab einer Verzögerung von sechs Minuten in die Verspätungsstatistik ein. Zugausfälle hingegen werden in der betrieblichen Pünktlichkeit – sie misst, wie viele Züge in einem bestimmten Zeitraum pünktlich am Ziel ankamen – nicht berücksichtigt. Für das laufende Jahr hatte Palla ein Pünktlichkeitsziel von mindestens 60 Prozent ausgegeben. Bisher fährt die Bahn diesem Ziel hinterher.Deutsche Bahn Sind das wirklich gute Nachrichten von der Bahn – oder Zahlenmagie? Die Deutsche Bahn glänzt im ersten Halbjahr mit Gewinn. Ist das bereits der „Palla-Effekt“, oder nur ein Ausreißer? Die Wahrheit steckt im Detail. von Sebastian SchugPalla würde dem eigenen Unternehmen deshalb bei der Zuverlässigkeit die Schulnote 4 minus, insgesamt aber eine 3 geben. „Wir werden oft nur an der Pünktlichkeit im Fernverkehr gemessen, das ist aber nur das halbe Bild“, betonte sie.Bahnchefin fordert mehr Leistung vom ManagementFür die Probleme der Deutschen Bahn macht die Chefin auch eine mangelnde Leistungsbereitschaft im früheren Management verantwortlich. „Die Leistungskultur der Vergangenheit war für die Performance der Bahn nicht ausreichend, das wollen wir ändern“, sagte sie. „Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit. Das muss der Vergangenheit angehören.“ Palla hat nach ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr mit einem Konzernumbau begonnen, der unter anderem eine Verschlankung der Zentrale und eine Verlagerung von Verantwortung in die Fläche vorsieht. Zahlreiche Führungspositionen wurden gestrichen. „Leistung beginnt ganz oben – zuerst bei mir selbst. Dann beim Konzernvorstand. Wir sind die erste Ebene, die das verkörpern und vorleben muss“, betonte Palla. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick