Forscher:innen der Universität Duisburg-Essen haben untersucht, wie sich problematische Internetnutzung auf das Wohlbefinden auswirkt. Das Ergebnis: Übermäßige Online-Zeit geht demnach mit höherem Stress, schlechterer Stimmung und der Vernachlässigung anderer Aktivitäten einher. Damit belegt die Studie, die im Fachmagazin PLOS One erschien, was viele Internetnutzer:innen schon bei sich selbst beobachtet haben.Anzeige

Ergebnisse senden deutliches Signal

Für die Studie wurden 900 Erwachsene in Deutschland befragt, die im vergangenen Jahr mindestens einmal Videospiele gespielt, Online-Pornografie konsumiert, soziale Netzwerke genutzt oder online eingekauft hatten. Je nach Nutzungshäufigkeit stuften die Forscher:innen das Internetverhalten der Teilnehmer:innen als pathologisch, risikobehaftet oder unproblematisch ein. Problematische Nutzung definierten sie als übermäßigen Gebrauch, der zu funktionellen Beeinträchtigungen oder psychischen Belastungen führt.

Die Teilnehmer:innen füllten zwei Wochen lang jeden Abend einen Fragebogen aus, der ihre Stimmung, ihr Stresslevel und ihren Drang zur problematischen Internetnutzung erfasste sowie die Freude, die ihnen die Internetnutzung bereitete, und ob sie dadurch andere Aktivitäten vernachlässigten. Die Forscher:innen fanden heraus, dass eine stärker ausgeprägte problematische Nutzung mit einer schlechteren Stimmung, mehr Stress und einer stärkeren Vernachlässigung einherging. Der wahrgenommene, innere Drang war laut dem Forschungsteam der Hauptgrund für die fortgesetzte Nutzung.Anzeige