Die Woche war heiß, doch zum Wochenende gab es vielerorts Gewitter. Viele haben Donner und Blitz sicher als Erleichterung empfunden, endlich kühlere Temperaturen, endlich ein wenig Wasser in der Regentonne. Doch es gab auch gleich Extreme: vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume. In der Sächsischen Schweiz kam dabei sogar ein Mann ums Leben. (Lesen Sie hier mehr zu den aktuellen Notfalleinsätzen; der Nationalpark wurde zur Sicherheit sogar in Teilen gesperrt.)Im mehrjährigen Vergleich sind die Zahlen im laufenden Jahr nicht sonderlich hoch. In den Gesamtjahren 2022, 2023 und 2024 hatte die Blitzzahl zwischen knapp 150.000 und knapp 210.000 gelegen. Stets war aber Ende Juli mehr als die Hälfte der Einschläge bereits passiert. Das heißt, dass es im Vorjahr eher gekracht hat. Weiter zurückgehende Vergleiche sind wegen Änderungen in der Messmethodik problematisch.
Die meisten Blitze trafen BayernDie meisten Blitze haben im laufenden Jahr Bayern getroffen. Dort schlug es 24.267-mal ein. Angesichts seiner Größe und Nähe zu den Alpen, die Gewitter begünstigen, ist der Freistaat allerdings meist an der ersten Stelle in der Blitzstatistik und hat seinen Wert für das Jahr 2025 auch noch nicht überholt. Auffällig sind dieses Jahr dagegen unter anderem Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die beiden Länder an der Nordsee liegen schon jetzt um mehrere Tausend über ihren Blitzzahlen aus 2025.Entscheidend dafür, ob Jahre blitzreich oder blitzarm sind, ist: ob Hitze und Feuchtigkeit zusammenkommen. Diese Kombination begünstigt Gewitter. Sehr trockene Jahre oder Jahre mit kalten Sommern haben meist eher weniger Blitze.










