Diese Tat hat viele erschüttert: In der Silvesternacht 2024/25 explodierte am Emstaler Platz in Berlin-Tegel eine Kugelmenge inmitten einer feiernden Menge. Zwölf Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Ein siebenjähriger Junge schwebte in Lebensgefahr.Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage gegen einen inzwischen 19-jährigen Syrer erhoben. Ubai A. werden das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, fahrlässige Körperverletzung und ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen.
Schon zwei Wochen nach der Explosion hatten Spezialkräfte des Landeskriminalamtes die Wohnung durchsucht, in der die Ubai A. und seine Familie lebte. Zahlreiche Zeugenaussagen und Handyaufnahmen hatten die Ermittler auf den Tatverdächtigen gebracht. Nach Angaben von Michael Petzold, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft, mussten umfangreiche Gutachten erstellt werden.
Schwerste Verletzungen an Beinen und Genitalbereich
Den Ermittlungen zufolge soll der junge Syrer die Bombe kurz nach Mitternacht gemeinsam mit einem unbekannten Täter aus einem Abschussrohr am Boden gezündet haben. Das ursprünglich senkrecht stehende Rohr kippte jedoch um, weshalb der Sprengkörper waagerecht über den Emstaler Platz flog. Ein bislang unbekannt gebliebener Mittäter filmte die Tat mit seinem Handy. Die Kugelbombe detonierte zwischen den Beinen des damals Siebenjährigen. Er erlitt schwerste Verletzungen an Beinen und Genitalbereich.Durch die Explosion stürzte ein anliegendes Vordach ein, wobei insgesamt zwölf Personen teilweise lebensgefährlich verletzt wurden. „Die Geschädigten erlitten durch die Explosion schwere Verletzungen, sind teilweise weiterhin körperlich und psychisch beeinträchtigt und befinden sich weiterhin in medizinischer Behandlung“, so Petzold.






