Wenn euch beim Blick auf das Smartphone im Auto regelmäßig übel wird, solltet ihr auf eine unscheinbare iOS-Einstellung zurückgreifen. Die britische Rundfunkanstalt BBC berichtet über eine nahezu vergessene Software-Lösung für dieses recht weitverbreitete Pendlerproblem. Apple nennt das (bereits 2024 eingeführte) Feature „Fahrzeug-Bewegungshinweise“. Aktiviert ihr diese Funktion, blendet das System unaufdringliche, animierte Punkte an den Bildschirmrändern ein, die direkt auf den integrierten Beschleunigungssensor des iPhones reagieren. Beschleunigt das Auto oder fährt es in eine scharfe Kurve, fließen diese Markierungen in die entgegengesetzte Richtung über das Display. Der eigentliche Text in der Bildschirmmitte bleibt dabei völlig uneingeschränkt lesbar. Das Smartphone spiegelt so die physische Fahrzeugbewegung wider.Anzeige
Hinter dieser visuellen Spielerei steckt Neurobiologie. Reiseübelkeit resultiert fast immer aus einem fundamentalen sensorischen Konflikt, wie Kristen Steenerson, klinische Assistenzprofessorin an der Stanford University im US-Bundesstaat Kalifornien, gegenüber der BBC erklärt. Das Innenohr registriert die Beschleunigung des Wagens vollkommen fehlerfrei. Die Augen fixieren zeitgleich aber einen starr ruhenden Text auf dem hochauflösenden Bildschirm.









