Deutschland will den Tiefseebergbau bremsen – zumindest offiziell. Gerade wirbt die Bundesregierung beim jährlichen Treffen der UN-Meeresbodenbehörde ISA auf Jamaika wieder für eine vorsorgliche Pause, weil niemand sagen kann, was Unterseebagger am Meeresgrund anrichten würden. Gleichzeitig aber erforschen deutsche Behörden und Unternehmen bereits mit Steuermitteln, wie sich die Rohstoffe aus der Tiefe holen, verarbeiten und nach Deutschland befördern ließen. Die ZEIT hat dazu Christian Müller befragt, den Leiter der Rohstofferkundung bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die für diese Exploration zuständig ist: Ist das nicht ein merkwürdiger Widerspruch?