Die mögliche Ansiedlung eines Rüstungsunternehmens in Sangerhausen beschäftigt nun auch den Landtag. Der Linken-Abgeordnete Wulf Gallert hat eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Er will unter anderem wissen, welches Unternehmen hinter dem Vorhaben steht, welche öffentlichen Mittel eingesetzt werden sollen und was an dem möglichen Standort produziert werden könnte.

Im Mai hatte der Stadtrat Oberbürgermeister Torsten Schweiger (CDU) in nichtöffentlicher Sitzung beauftragt, Gespräche mit einem Interessenten fortzuführen. Im Mittelpunkt steht eine bis zu 130 Hektar große Fläche im geplanten Industriepark Mitteldeutschland westlich der Stadt. Inoffiziell ist von bis zu 400 Arbeitsplätzen die Rede.

Stadt schweigt zur Ansiedlung

Um welches Unternehmen es sich handelt, ist weiterhin nicht offiziell bestätigt. Berichten zufolge könnte Elbit Systems Deutschland, eine Tochtergesellschaft des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems, hinter dem Vorhaben stehen. Auch Gallert greift diese Vermutung in seiner Kleinen Anfrage auf und fragt die Landesregierung ausdrücklich, ob sie eine Beteiligung des Konzerns bestätigen könne.

Die Stadt wollte auf Anfrage dieser Zeitung weder den Namen des Interessenten nennen noch bestätigen oder dementieren, dass es sich um Elbit Systems Deutschland oder eine andere Gesellschaft des Konzerns handelt. Sie teilte lediglich mit, derzeit keine Stellungnahme zu veröffentlichen.