PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltTeutschenthalGrube Teutschenthal: Betreiber stellt InsolvenzantragStand: 15:18 UhrLesedauer: 2 MinutenSachsen-Anhalt, Teutschenthal: Das Gelände rund um die GTS Grube Teutschenthal, dem ehemaligen Kaliwerk Krügershall, westlich von Halle. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpaTeutschenthal. Die GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG hat beim Amtsgericht Halle (Saale) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hallenser Rechtsanwalt Lucas Flöther bestellt.Das Unternehmen begründete den Schritt mit deutlich gestiegenen Kosten für die langfristige Sicherung des ehemaligen Bergwerks. Nach Unternehmensangaben entsprechen frühere geologisch-geotechnische Prognosen nicht mehr der heutigen Situation. Trotz intensiver Verhandlungen mit dem Land Sachsen-Anhalt kam keine Einigung über eine Finanzierungslösung zustande.Die Löhne und Gehälter der rund 90 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Die langfristige Sicherung der Grube soll während des Verfahrens oberste Priorität haben.Der vorläufige Insolvenzverwalter kündigte Gespräche mit dem Land an. Zugleich will er prüfen, wie der Betrieb während des Insolvenzantragsverfahrens wirtschaftlich fortgeführt werden kann. Dazu gehört auch die weitere Annahme von Material der Entsorgungswirtschaft zum Versatz unter Tage.Nach Angaben der Insolvenzverwaltung steht das Verfahren noch am Anfang. Zunächst soll ein Gutachten für das Amtsgericht Halle (Saale) erstellt werden. Mit einer Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird Anfang Oktober gerechnet.Die Linke im Landtag forderte die Landesregierung auf, sicherzustellen, dass durch die Insolvenz keine Gefahr für Mensch und Umwelt entsteht. Zudem solle geprüft werden, wie die Grube langfristig gesichert werden kann und welche Kosten damit verbunden sind.