Die Sanierung der dafür monatelang gesperrten Strecke Nürnberg-Regensburg könnte für die Bahn günstiger werden als zunächst geplant. Die DB Infrago habe ihre Kostenprognose um einen „dreistelligen Millionenbetrag“ gesenkt, teilte die Bahn vor der Freigabe der Strecke am Wochenende mit. Eine konkrete Summe zum aktuellen Stand nannte eine Bahn-Sprecherin auf Nachfrage nicht. Die Prognose habe zuvor aber inklusive eines Risikopuffers bei 1,4 Milliarden Euro gelegen.Die finalen Kosten stünden erst fest, wenn alle Abrechnungen und Nachforderungen abgeschlossen seien, teilte die Bahn mit. Zudem habe man während der monatelangen Arbeiten mehr Anlagen erneuert als ursprünglich geplant. Man habe bei der Prüfung der Infrastruktur „weitere Sanierungspotenziale erkannt“ und die Arbeiten gleich mit erledigt, teilte die Bahn mit.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.Eigentlich hätten schon am 10. Juli wieder Züge zwischen Nürnberg und Regensburg rollen sollen. Weil die sicherheitstechnische Prüfung der neuen Stellwerkstechnik länger dauerte, blieb die Strecke aber weiter gesperrt.Auf der wichtigen Verkehrsachse Nürnberg-Regensburg hatte die Bahn in den vergangenen Monaten rund 80 Kilometer neue Gleise verlegt, rund 90 Kilometern Oberleitungen erneuert und 20 Bahnhöfe saniert. Für die Generalsanierung wurde die Strecke die gesamte Zeit komplett gesperrt, Reisende mussten auf Ersatzbusse ausweichen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Mit 350 Zügen täglich ist die Strecke nach Bahn-Angaben eine der meistbefahrenen in Bayern.Auf einem Teilstück der Strecke von Mittelfranken in die Oberpfalz rollen schon seit Montag wieder einzelne S-Bahnen. Von Samstag an sollen wieder alle Züge fahrplanmäßig dort unterwegs sein. Es gebe zwar noch Restarbeiten zu erledigen wie Abrisse oder den Abbau von Baustellenflächen, teilte die Bahn mit. Diese sollen aber keine Auswirkungen auf die Zugfahrten haben.