Eine Steuererklärung muss kein komplizierter Papierkram sein

Für die meisten Steuerzahler ist die Frist zur Abgabe der Steuererklärung der 31. Juli. Wenn Sie diesen Text lesen, dürfte es rein formal also schon zu spät sein. Sollten Sie verpflichtet sein, eine Erklärung abzugeben, riskieren Sie damit ab jetzt auch einen Verspätungszuschlag. 25 Euro pro Monat Verspätung wären dabei das Minimum.

Termin nicht zu strengIn vielen Fällen dürften Ihnen jedoch trotzdem keine Konsequenzen drohen. Denn tatsächlich können Ihnen die Finanzbeamten bis Ende Februar 2027 Zeit geben und müssen bis dahin auch bei verspäteter Abgabe keine Zuschläge erheben . Vor allem nicht, wenn Sie am Ende Geld vom Finanzamt zurückbekommen. Und 87 Prozent der 15 Millionen Steuererklärungen, die jährlich abgegeben werden, führten zuletzt zu solchen Rückzahlungen.

Auch gibt es glaubhaft entschuldbare Gründe für eine verspätete Abgabe, die vom Finanzamt meist akzeptiert werden. Nachvollziehbare Gründe sind zum Beispiel ein Krankenhausaufenthalt, ein längerer Aufenthalt im Ausland, fehlende Unterlagen oder ein Umzug. Wenn Sie in der Vergangenheit in der Regel pünktlich waren, haben Sie gute Chancen auf eine Fristverlängerung. Einen generellen Anspruch haben Sie allerdings nicht. Das Finanzministerium schreibt zur Einordnung, dass die Festsetzung eines Verspätungszuschlags insbesondere bei wiederholten Verspätungen in Betracht komme .