Das israelische Militär sprengt nach eigenen Angaben einen von der Hisbollah genutzten Tunnel im Südlibanon. 700 Tonnen Sprengstoff sollen dafür genutzt worden sein.

Die Burg Beaufort am 1. Juni 2026, Südlibanon. Auf ihr fliegen eine israelische Flagge und die einer Brigade des Militärs

dpa/taz | Nach einem Angriff der libanesischen Hisbollah hat Israel eigenen Angaben zufolge Tunnel der Miliz-cum-Partei im Gebiet der Burg Beaufort im Südlibanon zerstört. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz behaupteten in einer Erklärung, die Hisbollah habe die unterirdische Struktur nutzen wollen, um nach Israel einzudringen. Die Sprengung sei nach dem „eklatanten Verstoß“ der Hisbollah gegen die Waffenruhe erfolgt, so Netanjahu und Katz weiter.

Die Armee habe rund 700 Tonnen Sprengstoff für die Zerstörung der Tunnel gebraucht, teilten beide weiter mit. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die Explosionen seien im gesamten Südlibanon zu hören gewesen. Ein Einwohner der südlibanesischen Stadt Nabatieh sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass in dem Ort einige Fenster zersplittert seien. Das israelische Militär hatte die Einwohner der nördlichen Galilee am Donnerstagabend gewarnt, dass eine „große Explosion“ zu hören sein werde.