PfadnavigationHomeRegionalesHamburgArbeitsmarktHamburg verzeichnet für den Juli mehr ArbeitsloseStand: 10:39 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Auszubildender zum Kunstschmied arbeitet in der Werkstatt einer Schmiede in Hamburg-AltonaQuelle: Christian Charisius/dpaDie Arbeitslosenquote steigt leicht auf 8,5 Prozent. Auch die schwache Konjunktur trägt dazu bei. Die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie warnt unterdessen vor der weiter sinkenden Ausbildungsfähigkeit von Schulabgängern.Die Zahl der Arbeitslosen in Hamburg ist im Juli im Vergleich zum Juni um 2878 auf 96.841 gestiegen. Die Arbeitslosenquote habe um 0,3 Punkte auf 8,5 Prozent zugenommen, teilte die Agentur für Arbeit Hamburg am Freitag mit. Vor einem Jahr lag die Quote bei 8,4 Prozent. Die Agentur griff auf Daten zurück, die bis zum 13. Juli vorlagen.Der Leiter der Arbeitsagentur, Sönke Fock, nannte drei Gründe für die Entwicklung: Urlaub in Personalabteilungen und dadurch verzögerte Neueinstellungen, ausgebliebene Übernahmen nach beendeten Ausbildungen und die Konjunkturschwäche.Lesen Sie auchDie norddeutsche Metall- und Elektroindustrie warnt unterdessen davor, dass die Ausbildungsreife von Schulabsolventen weiter abnehme. In diesem Jahr werde die Branche zwar vermutlich neun von zehn ihrer Ausbildungsplätze besetzen können: „Dieses gute Ergebnis nötigt den Betrieben allerdings hohe Anstrengungen und einen immer größeren Aufwand ab, den sie perspektivisch nicht mehr leisten können“, teilen die Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord mit. „Weil sich die Ausbildungsreife der Jugendlichen seit Jahren verschlechtert, appellieren die Verbände eindringlich an die Politik, die Ausbildungsreife der Jugendlichen deutlich zu verbessern.“Von 2023 bis 2025 sei die Zahl der Auszubildenden in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie um etwa sechs Prozent auf rund 10.200 gestiegen. Nun stoße die Branche aber an Grenzen. „Unternehmen leisten bereits enorm viel, um jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Aber sie können nicht dauerhaft auffangen, was in Schule und an Berufsorientierung versäumt wird“, sagte Loraine Awizus, Arbeitsmarktexpertin von Nordmetall und AGV Nord. Lesen Sie auchDie Unternehmen böten trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage weiterhin viele Ausbildungsplätze an: „Dafür brauchen sie aber Bewerberinnen und Bewerber, die über die notwendigen schulischen und persönlichen Voraussetzungen verfügen“, sagte Awizus. „Die Politik muss deshalb konsequent die Qualität der schulischen Bildung, vor allem in den MINT-Fächern, und eine verbindliche, praxisnahe Berufsorientierung sicherstellen. Nur so können sich die Arbeitgeber auf die Vermittlung der Ausbildungsinhalte konzentrieren.“ Als MINT-Fächer werden Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammengefasst.dpa/op
Arbeitsmarkt: Hamburg verzeichnet für den Juli mehr Arbeitslose - WELT
Die Arbeitslosenquote steigt leicht auf 8,5 Prozent. Auch die schwache Konjunktur trägt dazu bei. Die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie warnt unterdessen vor der weiter sinkenden Ausbildungsfähigkeit von Schulabgängern.











