Zwei Hubschrauber, fünf erschöpfte Menschen, zwei unterkühlte Kinder: So endete am Montag die Wanderung einer Dresdner Familie am Krippenstein im Dachsteingebiet. Bezahlen muss sie den Einsatz selbst.Wie hoch die Rechnung ausfällt, ist offen. Die Bearbeitung dauere noch an, teilte der Landesverband Oberösterreich des Österreichischen Bergrettungsdienstes dem MDR Sachsen mit. Fest steht nur die Rechenformel, und die hat es in sich: 612 Euro pro Einsatzstunde, dazu rund 100 Euro pro Hubschrauberminute.Für Ostdeutsche, die im Sommer in die Alpen fahren, ist der Fall mehr als eine Randnotiz aus dem Salzkammergut. Er wirft eine Frage auf, die in Kommentarspalten seit Jahren gern beantwortet wird, ohne dass jemand die Zahlen geprüft hätte: Geraten Menschen aus dem Osten in den Bergen häufiger in Not?
Was am Krippenstein passierte
Die Eltern, beide 35, waren am 27. Juli mit ihren drei Kindern im Alter von drei, sechs und acht Jahren am 2100 Meter hohen Krippenstein unterwegs. Die erste Etappe legten sie mit der Seilbahn zurück, dann wollten sie zur Simonyhütte. Den Weg dorthin fanden sie zunächst nicht und bewegten sich laut Polizei einige Zeit im Kreis, bis sie die richtige Abzweigung entdeckten.Der Aufstieg führt über einen hochalpinen Steig. Statt der erhofften Wetterbesserung setzten starke Regenschauer und kräftiger Wind ein. Die Regenbekleidung half wenig.Nach rund sieben Stunden ging nichts mehr. Der Hüttenwirt alarmierte die Retter, zwei Hubschrauber brachten die Familie ins Tal. Die beiden Mädchen zeigten nach Polizeiangaben eindeutige Anzeichen einer Unterkühlung.







