Stand: 31.07.2026 • 09:09 Uhr

Erneut ist es zu einem schwerwiegenden KI-Zwischenfall gekommen: Diesmal ist ein Modell des OpenAI-Rivalen Anthropic bei Tests ungeplant in Systeme von Unternehmen eingedrungen.

Wenige Wochen nach der aufsehenerregenden Hacker-Attacke eines KI-Modells des ChatGPT-Entwicklers OpenAI muss der Rivale Anthropic einen ähnlichen Vorfall einräumen. In Testläufen drang Künstliche Intelligenz von Anthropic ungeplant in Computersysteme von drei Unternehmen ein, wie die KI-Firma mitteilte - obwohl diese eigentlich von Systemen der "echten Welt" ferngehalten werden sollten.

Weder die Betroffenen noch Anthropic hätten den Vorfall unmittelbar bemerkt. Man habe die Aktivität erst bei einer nachträglichen Überprüfung von gut 141.000 Testläufen nach dem OpenAI-Vorfall festgestellt. Namen der betroffenen Unternehmen wurden bislang nicht genannt.

Während die OpenAI-KI erst einen Weg finden musste, aus der Testumgebung ins offene Internet auszubrechen, hatten es die Modelle von Anthropic einfacher. Im Test-Szenario, das sie bekamen, hieß es zwar, sie hätten keinen Netz-Zugang - doch in Wirklichkeit war der Weg ins Internet wegen eines Missverständnisses mit dem Test-Partner frei. Drei Modelle machten davon Gebrauch, wie Anthropic in einem Blogeintrag erläuterte.