Am Wochenende steht in den Niederlanden die „World Pride“ an. Der Anschlag auf dem CSD in Berlin prägt die Vorbereitungen zur Boot-Parade.

Vor der „World-Parade“: die Prinsengracht mit großer Tribüne in Amsterdam

Remko de Waal/imago

An Spektakulärem und an Superlativen hat es der Pride Amsterdam noch nie gefehlt. In diesem Jahr, da sie zu ihrem 30. Geburtstag erstmals als „World Pride“ firmiert, wird auf der Prinsengracht eine Tribüne mit 10.000 Sitzplätzen errichtet. 15 Euro kosten die billigsten, 275 die teuersten Tickets für die Boot-Parade, die am Samstag als Höhepunkt des zweiwöchigen Mega-Events auf Amsterdams Wasserwegen, den Grachten, stattfindet. Insgesamt werden etwa eine Million Be­su­che­r:in­nen erwartet.

Die Tribüne ist nicht die einzige Neuerung, die ins Auge springt. Auf einem Platz im Stadtteil Oost, wo am Mittwoch schon eine lokale Pride-Feier mit Musik und Marktständen stattfand, ließ die Kommune kurz zuvor Betonblöcke platzieren – offensichtlich, um Angriffe mit Fahrzeugen zu verhindern. Im Rathaus wollte man das allerdings nicht kommentieren. Gegenüber der Presse-Agentur ANP betonte man, sich zu Sicherheitsmaßnahmen grundsätzlich nicht zu äußern.