Trump zögert mit Patriot-ZusageUS-Präsident Donald Trump ist sich ​einem Bericht zufolge „nicht sicher“, ob er der ⁠Ukraine den Bau von ‌Patriot-Raketen erlauben wird. „Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig ⁠vorsichtig sein, an wen ⁠wir Lizenzen vergeben“, zitiert die „Financial Times“ den ⁠Präsidenten aus ​einem ⁠Telefonat. Die Ukraine bittet seit Monaten um die Lieferung von Raketen für das Patriot-System. Diese sind die einzigen, mit denen russische ballistische Raketen abgefangen werden können. Wegen des Irankriegs besteht allerdings ein internationaler Mangel. Auf dem NATO-Treffen in Ankara und bei einem Besuch in Washington in dieser Woche hat Selenskyj deshalb Trump um die Erteilung der Lizenzen gebeten, um die Raketen in der Ukraine bauen zu können. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten hatte sich Trump auch durchaus aufgeschlossen dafür gezeigt.Zudem kündigte ​Trump dem Bericht zufolge an, dass ‌seine Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff in ​den kommenden Tagen ​erstmals in die Ukraine reisen.Russischer Gouvernour: Energieanlage und Lagerhallen in Brand nach DrohnenangriffUkrainische Drohnen haben in der russischen Millionenstadt Wolgograd ein weiteres Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries und eine Ölraffinerie in Brand gesetzt. Dies teilte der ‌regionale Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Fünf Menschen benötigten medizinische Hilfe, erklärt er weiter. Details zu den betroffenen ‌Anlagen nennt ‌er nicht, die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. In der Region befindet sich eine Ölraffinerie des Konzerns Lukoil. Klaus BardenhagenRumänische Flugzeuge sichern LuftraumDas NATO- und EU-Mitglied Rumänien hat nach der Entdeckung von Flugkörpern nahe der Grenze zur Ukraine zwei Kampfflugzeuge aufsteigen lassen. Die Ziele ‌seien im ‌Bereich der Flussgrenze geortet worden, teilte das Verteidigungsministerium auf X mit. Im grenznahen ​Bezirk Tulcea sei ⁠zudem die Bevölkerung gewarnt worden.Selenskyj: Russland tötete mit nordkoreanischer Rakete Familie in der UkraineDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der russischen Armee vorgeworfen, im Krieg gegen sein Land erstmals seit Langem wieder eine nordkoreanische Rakete eingesetzt zu haben. Der Angriff in Raduschne nahe Krywyj Rih im Zentrum der Ukraine werde noch untersucht, „doch ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine nordkoreanische Waffe“, erklärte Selenskyj am Donnerstag in seiner täglichen Videobotschaft.Die von der russischen Armee abgefeuerte Rakete traf nach Angaben örtlicher Behörden ein Wohnhaus, in dem sechs Mitglieder einer Familie, drei Erwachsene und drei Kinder, getötet wurden. Selenskyj hatte Russland am Samstag vorgeworfen, 30.000 nordkoreanische Soldaten für den Krieg gegen sein Land angefordert zu haben. Außerdem bereite Nordkorea die Lieferung weiterer Raketenabschussrampen vor.EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg Die EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg gegen Russland. Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten sagte.Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe: Brüssel finanziert Kiew den Kauf von Gripen-KampfflugzeugenDie EU-Kommission hat am Donnerstag weitere Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 3,47 Milliarden Euro freigegeben. Das Geld stammt aus einem Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für dieses und nächstes Jahr. Es soll, wie ein Sprecher sagte, hauptsächlich für den Kauf von Kampfflugzeugen des Typs Gripen verwendet werden, außerdem für Flugkörper und Drohnen, darunter Langstreckendrohnen. Kiew will vom schwedischen Hersteller 16 neue Flugzeuge des modernen Typen JAS Gripen 39E erwerben und hat dafür Ende Juni einen Vertrag in Höhe von 2,5 Milliarden Euro geschlossen. Mit der Tranche sei die „überwiegende Zahl“ dieser Flugzeuge abgedeckt, sagte der Sprecher.Mit der neuen Tranche hat die Kommission nunmehr 8,4 Milliarden Euro von den in diesem Jahr geplanten 28,3 Milliarden Euro an Militärhilfe ausgezahlt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuletzt in Kiew angekündigt, dass der Schwerpunkt kommender Zahlungen auf Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern liegen werde. Kiew beabsichtigt auch, von Frankreich Rafale-Kampfflugzeuge zu kaufen.Das Geschäft mit Schweden sieht vor, dass Saab die neuen Flugzeuge in den Jahren 2029 und 2030 ausliefert. Schon ab kommendem Jahr soll die Ukraine 16 gebrauchte Gripen 39 der älteren Modelle C und D geschenkt bekommen, die von 2005 an gebaut wurden und in Schweden ausgemustert werden. Diese Flugzeuge könnten dann auch im Krieg mit Russland eingesetzt werden. Ukrainische Piloten werden seit dem Frühjahr in Schweden an den Flugzeugen ausgebildet. Ukraine: Haben vier Tanker angegriffenDas ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben vier russische Tanker im Schwarzen und im Asowschen Meer angegriffen. Die Tanker ​seien getroffen worden, schreibt der Kommandeur der Drohnen-Einheiten, Robert Browdi, auf Telegram. In den vergangenen drei Wochen seien insgesamt 205 Tanker getroffen worden – 130 im Asowschen und 75 im Schwarzen Meer. Das Asowsche Meer ist ein Seitenmeer des Schwarzen Meeres und mit ⁠diesem über die Straße von Kertsch verbunden. Offenbar russische Rakete in Polen eingeschlagenWährend der Luftangriffe auf die Ukraine in der Nacht ist laut Polens Ministerpräsident Donald Tusk eine russische Rakete in den polnischen Luftraum eingedrungen und auf einem Feld im Gebiet Lublin eingeschlagen. „Die Informationen sind eindeutig“, sagte Tusk laut polnischen Medien. „Wir waren bereit, die Rakete abzuschießen, falls sie ihren Flug fortgesetzt hätte.“ Tusk sprach von einem „ernsten Vorfall“. Das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte hatte zuvor mitgeteilt, dass wegen einer Verletzung des polnischen Luftraums durch ein unbekanntes Objekt um 3.40 Uhr am Donnerstagmorgen ein F-16-Jagdflugzeug aufgestiegen sei. In der Region Lublin wurde deshalb Luftalarm ausgelöst. An der mutmaßlichen Einschlagstelle nahe der Ortschaft Tarnawa-Kolonia etwa 50 Kilometer südlich von Lublin entstand laut Berichten polnischer Medien ein Krater von etwa zehn Metern Durchmesser, in den umliegenden Ortschaften soll eine laute Explosion zu hören gewesen sein, die Fensterscheiben erzittern ließ. Nach Angaben des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha handelte es sich bei dem in den polnischen Luftraum eingedrungenen Geschoss um einen russischen Marschflugkörper des Typs Ch-101. Tusk, Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz und Innenminister Marcin Kierwinski fuhren zu Beratungen mit dem Krisenstab in das Gebiet Lublin. Mathias PeerMindestens acht Tote bei russischer AngriffswelleBei russischen Angriffen mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen sind in der Nacht ukrainischen Medienberichten zufolge mindestens acht Menschen getötet worden. Es gebe zudem mehr als ein Dutzend Verletzte.In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des „Kyiv Independent“ das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren, sowie acht Verletzte. Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. In Lwiw gebe es fünf Verletzte, hieß es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Das genaue Ausmaß der Schäden war bei Tagesanbruch noch unklar.In zwei großen Wohnblöcken in Lwiw nahe der polnischen Grenze seien nach Raketentreffern Brände ausgebrochen, hieß es in den Berichten. Auch in Kiew seien mehrere Gebäude getroffen worden, allerdings wohl von herabstürzenden Trümmern. Reporter sprachen von mehreren Explosionswellen im Laufe der Nacht.Mathias PeerUkraine setzt Angriffe auf russischen Online-Händler fortAbermals hat das ukrainische Militär den russischen Online-Händler Wildberries angegriffen. Durch Drohnenbeschuss wurde in der Nacht ein großes Lager des Unternehmens in der russischen Region Pensa in Brand gesetzt, wie der Gouverneur der Region, Oleg Melnitschenko, nach Angaben der staatlichen Agentur Tass mitteilte. Dabei habe es mindestens einen Verletzten gegeben. Rund 200 Mitarbeiter seien evakuiert worden. Seit diesem Monat attackiert die Ukraine immer wieder Logistikzentren des größten russischen Versandhauses. Die symbolträchtigen und weithin sichtbaren Angriffe auf Wildberries verursachen große Schäden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft der Firma vor, mit Material zu handeln, das für den 2022 begonnenen Angriffskrieg gegen sein Land verwendet werde. Der Kreml weist das kategorisch zurück.Mathias PeerMehrere Explosionen erschüttern KiewNur wenige Stunden nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem drohenden „massiven“ russischen Angriff ist in Kiew Luftalarm ausgelöst worden. Offiziellen Angaben zufolge wurde mindestens ⁠ein Mensch getötet. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete in der Nacht von mehreren Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt. „Luftalarm in Kiew wegen der Gefahr des Einsatzes ballistischer Waffen“, warnte zugleich die Militärverwaltung. Sie appellierte an die Bewohner der Hauptstadt: „Suchen Sie unverzüglich die nächstgelegenen Schutzräume auf und bleiben Sie dort, bis die Gefahr vorüber ist.“Philipp von ReinersdorffUkrainisches F-16-Kampfflugzeug abgestürztDie Ukraine hat eines der für sie wertvollen westlichen Kampfflugzeuge vom Typ F-16 bei der Verteidigung des eigenen Luftraums verloren. Die Maschine sei abgestürzt, als sie feindliche Flugobjekte abfing, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. „Vorläufigen Informationen nach gab es eine Notfallsituation an Bord, der Pilot musste sich per Schleudersitz retten“, heißt es in der Mitteilung. Der Pilot ist demnach wohlauf, am Boden gab es keine Schäden und Opfer.Die Ukraine hat nach langem Werben bei westlichen Partnern 2024 die ersten Kampfflugzeuge des Typs F-16 erhalten. Die Flugzeuge werden vor allem bei der Abwehr russischer Drohnen- und Raketenangriffe eingesetzt. Mehrere Maschinen sind bei den riskanten Manövern bereits abgestürzt, die erste kurz nach Beginn der Lieferungen. Der Verlust jeder einzelnen F-16 wiegt für Kiew schwer, da sie sie nicht selbst produzieren kann und bis heute noch nicht alle der rund 80 versprochenen Maschinen in der Ukraine eingetroffen sind. Philipp von ReinersdorffSelenskyj warnt vor massivem russischen Luftangriff in der NachtDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem drohenden „massiven“ russischen Luftangriff in der Nacht auf Donnerstag gewarnt. „Die Russen haben vor einigen Tagen einen massiven Angriff vorbereitet, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Angriff heute Nacht ausgeführt wird“, schrieb Selenskyj am Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst X. Er rief die Bevölkerung im ganzen Land auf, auf einen möglichen Luftalarm zu achten.Selenskyj rief zudem die USA und weitere westliche Verbündete der Ukraine dazu auf, Patriot-Luftabwehrraketen zu liefern. Kiew benötigt diese zur Abwehr von russischen Angriffen mit ballistischen Raketen. Am Dienstag hatte Selenskyj in Washington mit US-Präsident Donald Trump über das Patriot-Abwehrsystem gesprochen. Chef von russischem Drohnenhersteller bei Schusswaffenangriff verletztDer Geschäftsführer eines russischen Drohnenherstellers ist bei einem Schusswaffenangriff verletzt worden. Andrej Tscheresow sei in der Nacht zum Mittwoch auf dem Heimweg von der Arbeit von einem unbekannten Angreifer attackiert worden, berichtete die russische Zeitung „Iswestija“. Die Staatsanwaltschaft nahm nach dem Vorfall in Tula rund 200 Kilomeer südlich von Moskau Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf.Informationen über Tscheresows Zustand wurden nicht veröffentlicht. Nach Angaben des örtlichen Ermittlungskomitees wurde er ins Krankenhaus gebracht. Es liefen Ermittlungen, um die Täter zu Identifizieren und die Umstände des Vorfalls aufzuklären, erklärte das Komitee.„Iswestija“ berichtete, dass Tscheresows Frau drei Schüsse gehört habe. Sie habe jedoch nicht gesehen, wer auf ihren Mann geschossen habe.Das von Tscheresow geleitete und gegründete Unternehmen Russian Air Transport Laboratory ist vor allem für die Entwicklung von Owod-Kampfdrohnen bekannt. Die russische Armee setzt diese Drohnen in ihrem Krieg gegen die Ukraine ein. Früherer schwedischer Armeeberater wegen versuchter Weitergabe von Dokumenten an Moskau verurteiltEin Gericht in Stockholm hat einen ehemaligen Berater der schwedischen Armee wegen der versuchten Weitergabe von Geheiminformation an Russland verurteilt. Laut dem am Mittwoch verkündeten Urteil hatte der Mann bei einem Besuch in Russland im vergangenen Jahr Kontakt zu den Geheimdiensten FSB und GRU aufgenommen und ihnen Dokumente angeboten. Das Gericht ordnete eine psychiatrische Behandlung des 34-Jährigen an, der an einer schweren psychischen Störung leiden soll.Die geheimen Informationen hatte der Mann im Rahmen seiner Tätigkeit als IT-Berater für die schwedische Armee zwischen 2018 bis 2022 erlangt. Im Gegenzug für die den russischen Geheimdiensten angebotenen Dokumente verlangte er nach den Gerichtsangaben Schutz durch die russischen Behörden und die russische Staatsbürgerschaft.Der in Schweden geborene Sohn iranischer Einwanderer wies die Vorwürfe während des Prozesses zurück. Gegen ihn wird nach Angaben des schwedischen Geheimdienstes Säpo zudem wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Begehung eines Mordes ermittelt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software