Donald Trump verkündet Einigung zur Entwaffnung der HamasDonald Trumps Friedensplan sieht eine Entmilitarisierung des Gazastreifens vor. Die Hamas soll dem Plan zugestimmt haben.31.07.2026, 07.17 Uhr2 LeseminutenDonald Trump will die Hamas entwaffnen.Abdel Kareem Hana / AP(dpa) / boh. Der amerikanische Präsident Donald Trump hat eine Einigung auf eine «vollständige Entwaffnung» der mit Israel verfeindeten palästinensischen Partei Hamas im Gazastreifen verkündet. Im Gegenzug zögen die israelischen Streitkräfte aus dem Küstengebiet ab, hat Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die islamistische Hamas soll laut den amerikanischen Kreisen und Quellen aus dem umstrittenen Friedensrat einer Entwaffnung und der Entmilitarisierung des Gazastreifens zugestimmt haben, wie die DPA schreibt. Dies schliesse auch einen Artikel ein, der «die vollständige Entwaffnung» enthalte.Ein Mitglied der Verhandlungsdelegation der Hamas, Ghazi Hamad, hat dem Sender al-Jazeera gesagt, die Frage der Entwaffnung hänge vom Rückzug Israels aus dem Gazastreifen und vom Fortschritt des Wiederaufbaus des grossflächig zerstörten Küstengebiets ab. Die Hamas werde keinen Schritt des Friedensabkommens umsetzen, wenn Israel seinen Verpflichtungen nicht nachkomme.Gemäss Trumps Friedensplan ist vorgesehen, dass die Hamas ihre Waffen der palästinensischen Übergangsverwaltung (NCAG) übergibt. Die NCAG solle zudem künftig die Strafverfolgung im Gazastreifen übernehmen. Bei dem Vorhaben solle eine internationale Stabilisierungstruppe helfen, die von den USA angeführt wird.Der Zeitplan ist fragilAus dem Umfeld des Friedensrats hat es geheissen, dass für die Umsetzung ein Zeithorizont von «200 bis 350 Tagen» für den gesamten Plan vorgesehen sei. Zugleich hat eine an dem Vorhaben beteiligte Person eingeräumt, dass der konkrete Zeitplan «massgeblich von den einzelnen Phasen» abhänge: So sehe der Plan ein schrittweises Vorgehen vor, bei dem sowohl die Hamas als auch Israel Bedingungen erfüllen müssten.Konkret bedeute das, dass ein unabhängiger Prüfungsausschuss die Bedingungen einer Phase überprüfe und als erfüllt ansehen müsse, bevor der nächste Schritt getan werde. «Wenn Phase eins blockiert wird, gehen wir nicht zu Phase zwei über», hat es geheissen. Damit solle dem tiefsitzenden Misstrauen beider Konfliktparteien vorgegriffen werden.Zugleich zeigt der Mechanismus auch, wie fragil der Zeitplan ist. Erfüllt eine Partei die Anforderungen nicht oder stimmt das Prüfungskomitee nicht zu, dürfte der Plan deutlich in Verzug geraten.Passend zum Artikel