Nach dem Anschlag in Berlin wird in Sachsen-Anhalt um die Zukunftsfähigkeit von Christopher Street Days gerungen. Bei einer Podiumsdiskussion des Formats „Queer4mat“ zur Landtagswahl stritten Vertreter mehrerer Parteien darüber, wie sich queere Menschen besser schützen lassen und ob die überwiegend ehrenamtlich organisierten Demonstrationen dauerhaft gefördert werden sollten.
„Wir wissen alle: es passiert wieder“
Von einem gesellschaftlichen „Backlash“ sprach Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz. Die Abwertung queerer Identitäten reiche bis in die politische Mitte. Als Beispiel nannte sie die Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der Bundestag sei „kein Zirkuszelt“. Über Regenbogenflaggen könne man streiten. Die Wortwahl sei jedoch abwertend und verschärfe das gesellschaftliche Klima.
Verteidigt wurde die Aussage vom CDU-Abgeordneten Alexander Räuscher. Manche Auftritte aus der queeren Community provozierten einen solchen Vergleich. Den Anschlag in Berlin ordnete er vor allem dem Islamismus zu. Die Tat richte sich nicht nur gegen queere Menschen, sondern gegen die freie Lebensweise der gesamten Gesellschaft. Mehr Sicherheit versprach er sich von mehr und vor allem sichtbarer Polizei.













