Auf dem Wannsee glitzert die Sonne, als Ruth-Maria Thomas plötzlich sagt: »Natürlich habe ich Angst, dass ich nur dieses eine Buch schreiben konnte.« Dieses eine Buch ist ihr Debütroman Die schönste Version, er wurde unglaubliche 120.000-mal verkauft und war überhaupt ein riesiger Erfolg: nominiert für den Deutschen Buchpreis vor zwei Jahren, inszeniert fürs Theater, in einigen Bundesländern sogar Abiturstoff. »So was schreibt man doch nur once in a lifetime«, sagt Thomas jetzt noch. Während sie hier im August vergangenen Jahres am Ufer sitzt und die nackten Füße in den blau-weiß gestreiften Adiletten ausstreckt, liegt auf ihrem Laptop schon ein Word-Dokument mit 180 Seiten. Das verflixte zweite Buch.
Ruth-Maria Thomas: So was schreibt man doch nur einmal
Ist der zweite Roman wirklich immer der schwerste? Mit dieser Frage hat unsere Autorin die Schriftstellerin Ruth-Maria Thomas ein Jahr lang begleitet.






