Stand: 30.07.2026 • 17:45 Uhr

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino mit maximaler Eskalation. Es droht ein Boykott aller FIFA-Turniere.

Auf einer Dringlichkeitssitzung aller 55 Nationalverbände wurde am Donnerstagnachmittag (30.07.2026) ein Boykott aller FIFA-Turniere für den Fall beschlossen, dass Infantino seinen Investoren-Deal durchdrückt.

Demnach habe es darüber einen einstimmigen Beschluss der 55 europäischen Vertreter gegeben, der bei einem Dringlichkeitstreffen aufgrund der besonderen Situation gefallen ist. "Die WM darf nicht als Anlageprodukt behandelt werden. Sie ist eine der größten und traditionsreichsten Sportveranstaltungen im Fußball. Spieler, Nationalmannschaften und Fans auf allen Kontinenten haben sie über Generationen hinweg aufgebaut. Kein Teil davon sollte jemals an private Investoren abgetreten werden. Die WM steht nicht zum Verkauf", formuliert die UEFA in einem offiziellen Statement.

Dabei geht es offenbar nicht nur um die Weltmeisterschaft der Männer im Jahr 2030, sondern auch um die Frauen-WM im kommenden Sommer in Brasilien. FIFA-Präsident Gianni Infantino, dessen Verband die überraschenden Pläne am Dienstag enthüllt hatte, gerät damit ordentlich unter Druck. Ohne die Europäer um Weltmeister Spanien, England, Frankreich und Deutschland würde die WM ihren sportlichen Wert komplett einbüßen.