Es geht um „transnationalen Terrorismus“: Der wegen des Attentats auf den Schriftsteller Salman Rushdie zu 25 Jahren Haft verurteilte Angreifer muss wegen eines neuen Urteils in den USA mit einer noch höheren Strafe rechnen. Am 3. November soll das Strafmaß verkündet werden. Möglich ist lebenslange Haft, wie aus einer Mitteilung des amerikanischen Justizministeriums hervorgeht. Darüber berichten die Agenturen dpa und AFP.
Der Attentäter Hadi Matar stürmte bei einer Veranstaltung in einem Bildungs- und Kulturzentrum im Chautauqua County im August 2022 auf die Bühne und stach mehr als ein Dutzend Mal auf Salman Rushdie ein. Der Schriftsteller schwebte lange in Lebensgefahr, ist seither auf einem Auge blind, leidet unter einer Beeinträchtigung der Nerven in einem Arm und an einer Leberschädigung. Der Chautauqua County Court sprach den Täter im Mai 2025 des versuchten Mordes und der Körperverletzung schuldig.
Kopfgeld von vier Millionen Dollar
Salman Rushdie wird wegen seiner Romane wie „Mitternachtskinder“ und „Des Mauren letzter Seufzer“ schon lange als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Zugleich trachten ihm religiöse Fanatiker seit der Veröffentlichung seines Romans „Die satanischen Verse“ 1988 nach dem Leben. Der iranische Ajatollah Chomeini sprach damals eine Fatwa mit Todesdrohung gegen ihn aus. Zwar hat das iranische Außenministerium sich im Jahr 1998 von der Todesdrohung distanziert. Das von der iranischen Stiftung des 15. Chordat auf Rushdie ausgesetzte Kopfgeld wurde jedoch regelmäßig erhöht, es lag zuletzt bei vier Millionen Dollar.










