Die Ernte von Sojabohnen in Deutschland hat sich binnen weniger Jahre mehr als verdreifacht. 2025 wurden knapp 131 000 Tonnen geerntet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Den größten Anteil an der Ernte hatte Bayern mit gut 57 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg mit 18 Prozent und Sachsen-Anhalt mit knapp sieben Prozent. Parallel dazu hat sich auch die Anbaufläche deutlich ausgeweitet. Sie stieg auf mehr als 43 000 Hektar und hat sich damit seit 2016 beinahe verdoppelt. Trotz des starken Wachstums machte der Sojaanbau jedoch nur 0,3 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland aus. Soja wird als Futtermittel in der Tierhaltung sowie zur Herstellung von Lebensmitteln wie Tofu oder Sojajoghurt verwendet.Der heimische Anbau deckt den Bedarf jedoch bei Weitem nicht. Deshalb wird viel importiert. Im Jahr 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland eingeführt, gut acht Prozent mehr als 2016. Damit übersteigt die importierte Menge die heimische Ernte um mehr als das 25-Fache. Wichtigster Lieferant waren die USA mit 2,2 Millionen Tonnen, was fast zwei Dritteln der Importmenge entspricht. Dahinter folgten Brasilien mit 16,5 Prozent und die Ukraine mit neun Prozent.
Sojabohnenernte in Deutschland verdreifacht
Der heimische Anbau deckt den Bedarf jedoch bei Weitem nicht. Deshalb wird viel importiert, vor allem aus den USA, Brasilien und der Ukraine.






