PfadnavigationHomePanoramaZDF-Sendung„Gezielte Hinrichtung“ – „Aktenzeichen XY“ sucht nach Mörder von SelbstversorgerStand: 15:44 UhrLesedauer: 2 MinutenDaniel Emminger wurde tot auf seinem Grundstück gefundenQuelle: Polizei MemmingenVier Monate nach dem gewaltsamen Tod von Daniel Emminger hoffen die Ermittler auf neue Hinweise. In „Aktenzeichen XY“ schilderten sie den Fall als gezielte Hinrichtung und nannten mögliche Tatmotive sowie ein auffälliges Tätermerkmal.Im Fall des erschossenen Daniel Emminger aus dem Unterallgäu setzt die Polizei auf neue Hinweise aus der Bevölkerung. Die Ermittler wandten sich in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ an das Fernsehpublikum. Nach ihrer Einschätzung befindet sich der Täter weiterhin auf freiem Fuß.Der 33-Jährige war am Karfreitag tot auf seinem Grundstück in Kunzach bei Breitenbrunn entdeckt worden. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass Emminger in der Nacht auf den 1. April mit einem Gewehr erschossen wurde.„Wir sprechen da von einer gezielten Hinrichtung“, sagte Michaela Baschwitz von der Kriminalpolizei Memmingen in der Live-Sendung. Der 33-Jährige sei „kaltblütig erschossen“ worden. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat und einem gezielten Vorgehen aus. Ein Raubmotiv halten sie für unwahrscheinlich. Der Hof habe nicht den Eindruck vermittelt, als seien dort größere Vermögenswerte zu holen gewesen, sagte Baschwitz.Lesen Sie auchNach Angaben der Polizei führte Emminger einen alternativen Lebensstil. Er lebte als Selbstversorger und war Vorsitzender des Vereins „Autarkia Naturnah“. Im Mittelpunkt des Vereins habe die Freude am Gärtnern gestanden. „Auch esoterische Interessen hatte er sehr viele“, sagte Baschwitz. Auf der Internetseite des Vereins werden unter anderem Kurse zu den Themen „Alchemie“ und „Astrologie“ angeboten.Auf dem Einödhof fanden nach Erkenntnissen der Ermittler regelmäßig esoterische Veranstaltungen statt. Teilweise seien bis zu 150 Menschen zu den Treffen gekommen. Das Gelände sei für eine derartige Zahl an Besuchern jedoch nicht ausgelegt gewesen. „Es gibt keine Kanalisation oder fließendes Wasser auf dem Gelände. Das könnte Menschen in der Umgebung durchaus gestört haben“, mutmaßte Baschwitz. Zugleich prüfen die Ermittler Zeugenaussagen, wonach Emminger Affären gehabt haben soll. Auch darin sehen sie ein mögliches Motiv.Lesen Sie auchAm Tatort wurde Jagdmunition sichergestellt. Nach Einschätzung der Polizei spricht dies dafür, dass der Täter mit Schusswaffen vertraut gewesen sein dürfte. „Wir glauben, dass der Täter geübt im Umgang mit der Waffe gewesen sein muss“, sagte Baschwitz.Lesen Sie auchEin weiteres mögliches Indiz betrifft das Gehör des Schützen. Die Waffe sei im Inneren des Hauses abgefeuert worden und habe dort einen erheblichen Lärm verursacht. Nach Auffassung der Ermittler sei es deshalb wahrscheinlich, dass der Täter entweder einen Gehörschutz getragen oder durch den Schuss einen Gehörschaden davongetragen habe.Lesen Sie auchDie Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Diese werden unter der Telefonnummer 08331 100 201 entgegengenommen. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt.ceb
„Aktenzeichen XY“ sucht nach Mörder von Selbstversorger: „Gezielte Hinrichtung“ - WELT
Vier Monate nach dem gewaltsamen Tod von Daniel Emminger hoffen die Ermittler auf neue Hinweise. In „Aktenzeichen XY“ schilderten sie den Fall als gezielte Hinrichtung und nannten mögliche Tatmotive sowie ein auffälliges Tätermerkmal.









