Auf einem Weizenfeld im Ortsteil Dobra der Gemeinde Thiendorf im Landkreis Meißen ist am Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Mehr als 40 Hektar des Feldes wurden zerstört, die Rauchsäule war noch im rund 20 Kilometer entfernten Dresden zu sehen.
Der Brand entstand vermutlich in einem noch nicht abgeernteten Bereich des Feldes an der Straße Am Hutberg. Starker Wind ließ die Flammen zeitweise rasant vorrücken. Mehr als 70 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren waren im Einsatz. Kritisch war vor allem, dass die Flammen auf ein angrenzendes Waldstück übergriffen und dort mehrere Bäume und Büsche in Brand setzten.
Verletzt wurde niemand, der Schaden ist bislang nicht beziffert. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Ein Brandursachenermittler der Feuerwehr soll am Donnerstag die genaue Ursache klären. Zurück blieb eine weithin kohlschwarze Fläche.
Waldbrand fast immer menschgemacht
Michael Müller, Inhaber der Professur für Waldschutz an der TU Dresden, erklärt auf Anfrage der OAZ, dass es - bis auf Blitzschlag - keine natürliche Selbstentzündung gibt. „Für die meisten Brände ist der Mensch verantwortlich“, so Müller. So sei etwa die Entzündung von trockenem Gras mit einer Glasscherbe, durch die das Sonnenlicht fällt, nicht möglich, die Temperaturen zu gering.
















