PfadnavigationHomeRegionalesHamburgWaldbrandgefahr auch im Norden kurzfristig erhöhtStand: 10:35 UhrLesedauer: 2 MinutenBesonders im Nadelwald steigt die Feuergefahr in Trockenphasen. (Archivbild)Quelle: Christian Charisius/dpaWälder können helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Doch sie sind auch extrem gefährdet. Trockenheit begünstigt Waldbrände. Wie die aktuelle Gefahrenlage in Schleswig-Holstein ist.Südeuropa erlebt gerade Waldbrände von bisher kaum gekanntem Ausmaß. Aber auch in Deutschland besteht die Gefahr, dass es bei Trockenheit zu Waldbränden kommt. Einen Hinweis, wie groß das Risiko regional ist, liefern die Karten zum Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dort gibt es fünf Stufen.Kurzfristig mittlere bis hohe Gefahr im NordenAktuell herrscht in Schleswig-Holstein ganz überwiegend Stufe drei. Das steht für eine mittlere Gefahr. Für ein kleines Gebiet an der dänischen Grenze bei Flensburg und einige Flächen im Süden in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Pinneberg gilt eine hohe Gefahr (Stufe vier). Bereits am Freitag soll die Gefahr landesweit auf Stufe eins (sehr gering) und zwei (gering) sinken, nur ganz im Südosten wird noch Stufe drei erwartet.Die Entwicklung hängt mit erwartetem Regen zusammen. Über das Wochenende soll der Index niedrig bleiben und dann, je nach Entwicklung des Wetters, wieder leicht zunehmen. Der DWD gibt eine Vorhersage für den aktuellen Tag und vier Tage im Voraus.Die Umweltorganisation WWF hat in einer Studie die Entwicklung von Waldbränden und ihre Häufigkeit in Deutschland untersucht. Eine entscheidende Rolle spielt demnach die deutliche Zunahme der Bodendürre in den vergangenen Jahren als Folge des Klimawandels.Das generelle Waldbrandrisiko ist den Angaben zufolge in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Schwerpunkte seien Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Dürrephasen weiten sich die anfälligen Flächen auf weitere Bundesländer aus. Nadelwälder sind besonders gefährdet.Studie: Waldbrände in Deutschland nehmen zuIn den Jahren 2018, 2019 und 2022 hat der WWF-Studie zufolge die Anzahl der Waldbrände den höchsten Stand seit 2003 erreicht - jeweils mit Feuern auf mehr als 2.000 Hektar. Ausgelöst werden Waldbrände überwiegend durch Brandstiftung, Fahrlässigkeit oder technische Defekte.dpa-infocom GmbH