Angreifer attackieren derzeit Ciscos Secure Firewall Management Center. Der Hersteller hat darin durch fest einprogrammierte Zugangsdaten für ein Konto faktisch eine Backdoor hinterlassen, die bösartigen Akteuren nun zur Anmeldung auf verwundbaren Instanzen dient.
Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA hat die Schwachstelle in den „Known Exploited Vulnerabilities“-Katalog aufgenommen. Cisco reagiert mit einer eigenen Sicherheitsmitteilung auf das Problem. Die Schwachstelle betrifft das Webinterface der Secure-Firewall-Management-Center-(FMC)-Software. Aufgrund hartkodierter Zugangsdaten für ein Konto mit niedrigen Berechtigungen im System können Angreifer aus dem Netz auf die Instanzen und darauf verfügbare sensible Daten zugreifen (CVE-2026-20316, CVSS 5.3, Risiko „mittel“).
Cisco stufte die Auswirkungen abweichend vom reinen CVSS-Rating als „hohes“ Risiko ein. Als Grund nennen die Mitarbeiter, dass die Lücke sich mit anderen Schwachstellen in der Secure-FMC-Software verquicken lässt, um die Rechte im System auszuweiten. Ohne diese Lücke konkret zu nennen, hat Cisco zeitgleich eine Sicherheitsmitteilung zu einer Sicherheitslücke aus dem März dieses Jahres aktualisiert, die das Ausführen von Skripten mit root-Rechten ermöglicht (CVE-2026-20079, CVSS 10, Risiko „kritisch“). Darin ergänzt Cisco dieselben Software-Hotfixes und nennt auch die IOCs. Allerdings fehlt im Abschnitt zu Exploits noch immer, dass Cisco um keinen Missbrauch im Netz wisse – das ist eher ein Hinweis darauf, dass Cisco die Meldung in Hast aktualisiert hat.









