Die Menschen haben bereits an diesem Donnerstag die Rohstoffe aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Den sogenannten Erdüberlastungstag berechnet die Organisation Global Footprint Network jedes Jahr aufs Neue. Ab diesem Datum lebt die Menschheit ökologisch betrachtet auf Pump: Sie beansprucht mehr Acker- und Weideland, Fischgründe und Wald, als rechnerisch zur Verfügung stehen, und stößt mehr Kohlendioxid (CO₂) aus, als Wälder und Ozeane aufnehmen können.
Um den tatsächlichen Bedarf der Menschen zu decken, wären rechnerisch 1,73 Erden nötig. Wie die Naturschutzorganisation WWF erklärte, sind die Folgen der Übernutzung längst sichtbar, etwa durch Entwaldung, degradierte Böden, den Verlust biologischer Vielfalt und steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre.
Im vergangenen Jahr fiel der Erdüberlastungstag auf den 24. Juli. Die Verschiebung geht laut WWF überwiegend auf aktualisierte Daten zurück und nicht darauf, dass die Menschheit nachhaltiger lebt. „Dass der Erdüberlastungstag dieses Jahr sechs Tage später liegt als 2025, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weiterhin deutlich über die ökologischen Grenzen unseres Planeten hinaus wirtschaften“, erklärte Björn Schulz, Experte für Kreislaufwirtschaft beim WWF Deutschland. „Tatsächlich wächst die Lücke zwischen dem hohen Ressourcenverbrauch der Menschheit und der Regenerationsfähigkeit der Erde weiter.“












