Im Landesinnern werden heute bis zu 39 Grad Celsius erwartet, bis zu 34 Grad Celsius an den Küsten – eine neue Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. Sind die Temperaturen gerade nur eine extreme Ausprägung des Sommerwetters oder doch das neue Normal? Ein Team aus SZ-Journalisten, Programmierern und Infografikern hat ein Tool gebaut, mit dem Sie nachsehen können, wie heiß es in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis in den Jahren 2036 bis 2065 sein wird.Wer kann, verschafft sich Kühlung, etwa durch eine Klimaanlage. Aber die kann sich nicht jeder leisten. Der Soziologe Stefan Höhne warnt, dass Hitze für arme Menschen nicht nur unangenehm, sondern gefährlich ist. Er erinnert an die große Hitzewelle in Chicago im Jahr 1995, bei der die Ersten, die starben, Arme und von ihnen überwiegend Schwarze gewesen seien. Er glaubt sogar, dass das Thema Kühlung mit zunehmender Erhitzung zum Klassenkampf taugt. Das Gespräch, das er mit unserem Japan-Korrespondenten David Pfeifer geführt hat, über „Overcooling“ und viel zu kalte Bürogebäude möchte ich Ihnen sehr empfehlen.An der französischen Westküste droht die aktuelle Hitze die Brände in der Gironde erneut anzufachen. Dort sind bereits 45 000 Hektar Land verbrannt. Der Ärger der Menschen dort richtet sich mehr und mehr gegen die Regierung, unter anderem deswegen, weil von zwölf Canadair-Löschflugzeugen nur sieben verfügbar sind: Die Maschinen sind im Schnitt 30 Jahre alt und reparaturbedürftig, sie warten auf Ersatzteile aus Kanada. Frankreich-Korrespondent Oliver Meiler berichtet über den Groll gegen Präsident Emmanuel Macron.Was heute wichtig istUS-Militär meldet neue Angriffe gegen Iran. Erstmals seit dem Wochenende greift das US-Militär Iran an. Konkrete Ziele nannten die US-Streitkräfte nicht. Der amerikanische Präsident Trump hatte zuvor mit Vergeltung nach einem iranischen Angriff gedroht. Am Abend hat die US-Regierung neue Sanktionen gegen Iran verhängt. Zum ArtikelSZ-Podcast „Auf den Punkt“: Iran und Saudi-Arabien kämpfen um die Vormacht im Nahen OstenMEINUNG US-israelischer Krieg gegen Iran: Netanjahu ist für Trump zur Belastung gewordenWie die Sonder-Fraktionssitzung der CDU/CSU lief. Friedrich Merz räumt Fehler ein – und immerhin klappt die Wahl von Thorsten Frei zum Fraktionschef. Das sehr gute Ergebnis von 91,9 Prozent spricht für sich. Der bayerische Ministerpräsident Söder glaubt gar, Jens Spahns Karriere sei noch nicht am Ende. Und dennoch: Ein Abgeordneter sieht die Union in einer „existenziellen Krise“. Zum ArtikelMEINUNG CDU: Warum Merz seine Partei genau wie eine Firma führen sollteWahlhürde von fünf Prozent senken? – Nein aus Union. Unionsfraktionsvize Günter Krings sagte, durch eine solche Maßnahme würden ohnehin schwierige Regierungsbildungen „noch schwerer“. Zudem könnten sie Parteiabspaltungen antreiben. Sachsen-Anhalts Spitzenkandidat Armin Willingmann hat sich für eine Senkung der Fünf-Prozent-Hürde auf drei Prozent ausgesprochen. Zum Liveblog zur BundespolitikNeue Waldbrände in Südeuropa – Tausende evakuiert. In Frankreich muss die Feuerwehr weitere Brände eindämmen, in Spanien fliehen Hunderte vor neuen Flammen, es brennt auch in Griechenland und der Türkei. An manchen Orten entspannt sich die Lage etwas. Zum ArtikelLiveblog zur Hitzewelle: Wetter heute: Bis zu 39 Grad und schwere GewitterKlimakrise: Wie stark sind Sie in Zukunft von Hitzewellen betroffen?Medienberichte: Bahn schreibt erstmals seit Jahren schwarze Zahlen. Zum ersten Mal seit sieben Jahren hat die Bahn laut Medienberichten im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn im Kernbereich erzielt. Von Januar bis Juni könne der bundeseigene Konzern laut Medienberichten ein Plus im dreistelligen Millionenbereich verbuchen. Heute will Bahnchefin Evelyn Palla die Halbjahresbilanz vorstellen. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenNach CSD-Anschlag in Berlin: Bundesfamilienministerin Prien verspricht mehr Geld zur Verhinderung von ExtremismusAngriff auf Schriftsteller: Rushdie-Attentäter wegen Terrorismus verurteiltLiveblog zur US-Politik: Neue Corona-Debatte – Fauci verweigert AussageDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDossier Digitalwende: Der AI Act bekommt Zähne. Dieses Wochenende treten die Transparenzpflichten des AI Act offiziell in Kraft. Sie verpflichten Anbieter und Betreiber unter anderem dazu, KI-generierte Inhalte einschließlich Deepfakes zu kennzeichnen. Auch wichtig: Die Bundesregierung erfasst keine statistischen Daten zu den Kosten von Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz.Zum BriefingDossier Geoökonomie: Resilienz bei Masken scheitert am Preis. Deutschland will nicht mehr von China erpressbar sein – doch ausgerechnet im Gesundheitswesen bleibt die Abhängigkeit von Importen hoch. Aus Kostendruck kaufen Kliniken weiter billig ein. Das Medizinprodukte-Unternehmen Hartmann zeigt, warum Resilienz politisch gefordert, im Alltag aber systematisch unterlaufen wird – und wie sie sich eben doch erreichen lässt. Zum Briefing