Am Freitag startet die AfD ihren Wahlkampf für Marzahn-Hellersdorf. Antifas halten mit einem Konzert dagegen – und sagen auch SPD und CDU den Kampf an.
Queerer Aktivismus steht in Marzahn-Hellersdorf ebenfalls unter Beschuss
Florian Boillot
taz: Frau Warkentin, Sie engagieren sich seit Jahren gegen Neonazis in Marzahn-Hellersdorf. Welche Rolle spielen die Rechten im Bezirk?
Mika Warkentin: Die AfD hat hier bei den letzten Wahlen berlinweit die größte Zustimmung erhalten, 31 Prozent bei den Zweitstimmen der letzten Bundestagswahl. Gottfried Curio hat hier 2025 das einzige Direktmandat in Berlin geholt, bei der letzten Abgeordnetenhauswahl kamen die zwei einzigen AfD-Direktmandate ebenfalls von hier. Viele der Jungnazis von Gruppen wie der „Deutsche Jugend Voran“ und die Altnazis vom III. Weg treiben hier ihr Unwesen. Erst diese Woche gab es hier einen Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft. Was soll ich sagen? Die Lage ist beschissen.






