Nach Informationen des NDR plant die Staatsanwaltschaft Hannover, Anklage gegen Ansgar Schledde zu erheben. Der AfD-Landesvorsitzende soll von Parteimitgliedern Geld für aussichtsreiche Listenplätze für die Landtagswahl 2022 gefordert haben.

von Mandy Sarti

Es geht um den Vorwurf von "Schwarzen Kassen": Der schwelt seit einigen Jahren gegen den AfD-Landesvorsitzenden Ansgar Schledde. Nach Informationen des NDR plant die Staatsanwaltschaft Hannover nun offenbar Anklage gegen den Politiker zu erheben. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) hatte zuerst berichtet.

Neben Schledde stehen auch weitere Mitglieder der Partei im Fokus. Der Vorwurf: Untreue und Verstoß gegen das Parteiengesetz.

In einem Schreiben an den Ältestenrat des Landtags Niedersachsen hat die Staatsanwaltschaft Hannover um die Aufhebung der Immunität eines AfD-Politikers gebeten. Demnach bestehe ein hinreichender Verdacht eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Das Schreiben liegt dem NDR vor. Offenbar handelt es sich bei dem betreffenden Politiker um Schledde. Die Staatsanwaltschaft Hannover wollte sich dazu nicht äußern.