Das deutsche Tochterunternehmen des spanischen Telefónica-Konzerns, das hierzulande das Mobilfunknetz von O2 betreibt, leidet weiter unter dem Verlust des ehemaligen Großkunden 1&1. Der ist einer der Hauptgründe für einen Umsatzrückgang von 11,1 Prozent auf circa 1,8 Milliarden Euro, den das Unternehmen am Mittwoch in München bekannt gab.

Auch ein Absatzschwund beim Verkauf von Endgeräten belastet das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis sank im zweiten Quartal um 7,2 Prozent auf 592 Millionen Euro. Das Unternehmen führt den vergleichsweise gemäßigten Rückgang auf erfolgreiche Sparmaßnahmen und Effizienzsteigerung zurück.

Sparkurs geplant

Um das Unternehmen zu stabilisieren, plant die Geschäftsführung, 1100 der 6820 Vollzeitstellen zu streichen. Das sind mehr als 16 Prozent der Belegschaft. Außerdem sollen auch 60 der insgesamt 800 O2-Shops geschlossen werden.

Für 2027 ist eine zweite Phase des Sparprogramms geplant, dann sollen die Kosten für Callcenter und Vertrieb reduziert werden – auch das über Jobkürzungen und weitere Maßnahmen. Der neue Firmenchef Santiago Argelich Hesse hatte diesen eingeschlagen, nachdem er das Unternehmen Anfang des Jahres übernommen hatte.