Der CDU-Politiker Patrick Schnieder sagte nach seinem Ausscheiden als Bundesverkehrsminister in Berlin bei der Amtsübergabe an den neuen Minister Steffen Bilger (CDU), es sei ihm eine Ehre und große Freude gewesen. „Ich melde mich ab.“ Schnieder war im Mai 2025 ins Amt gekommen.
Merz hatte Schnieder bereits am Donnerstag (24. Juli) darüber informiert, dass er ihn entlassen wolle. Wegen der kurzfristigen Absage des für die Nachfolge vorgesehenen CDU-Finanzpolitikers Fritz Güntzler wurde das aber drei Tage lang nicht kommuniziert. Am Sonntag bat Schnieder dann selbst um Entlassung, um den „unwürdigen Zustand“ zu beenden. Daraufhin gab Merz bekannt, dass Bilger neuer Minister werde. Der CDU-Landesverband Rheinland-Pfalz unter Führung von Schnieders Bruder Gordon, der auch Ministerpräsident ist, ging auf offenen Konfrontationskurs zu Merz.
Schnieder indes vermied Kritik am Bundeskanzler und sagte, Ämter würden in einer Demokratie immer nur auf Zeit vergeben. Er sagte, in seiner Zeit habe das „Comeback der Infrastruktur“ im Mittelpunkt gestanden – die Frage, wie die Infrastruktur auf Vordermann gebracht werden könne. Schnieder verwies daneben etwa auf eine neue Bahn-Strategie oder eine geplante Führerschein-Reform. An Bilger gewandt sagte Schnieder: „Ich freue mich wirklich, dass es Dich getroffen hat.“ Beide seien 2009 in den Bundestag eingezogen und im Verkehrsausschuss gelandet. Bilger war außerdem früher Staatssekretär im Verkehrsministerium.










