Seit Jahren machen Umweltorganisationen dem Ölriesen schwere Vorwürfe für Ölunfälle in Nigeria. Ein neuer Bericht zeigt ein neues Ausmaß der Vergehen.
Von Öl verschmiert: Eine Person im Staat Bayelsa in Nigeria zeigt ihre Hände
Seun Sanni/reuters
Sie verlaufen dicht an Häusern vorbei, schneiden Felder entzwei und queren Flüsse, aus denen Menschen fischen und Trinkwasser schöpfen: Das Nigerdelta im Süden Nigerias, dort, wo einer der längsten Flüsse Afrikas in den Atlantik mündet, ist durchzogen von einem weit verzweigten Netz aus Öl- und Gaspipelines. Das westafrikanische Land ist einer der größten Produzenten des Kontinents, der Rohstoff einer seiner größten Wirtschaftsmotoren. Doch der Preis dafür ist hoch. Jährlich kommt es zu Hunderten von Ölunfällen, mit deren Folgen die Gemeinden vor Ort leben müssen.
Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht von Amnesty International und einem Bündnis aus weiteren Menschenrechtsorganisationen belastet nun den Ölgiganten Shell schwer. Das Papier stützt sich auf interne Dokumente des Konzerns, auf im Rahmen eines Gerichtsverfahrens in Großbritannien veröffentlichte E-Mails, vertrauliche Prüfberichte und weitere Unterlagen.






