Das Unternehmen xAI aus Austin im US-Bundesstaat Texas hat rechtliche Schritte gegen den Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison, eingeleitet. Anlass der Klage ist das als HF 1606 bekannte Gesetz des US-Bundesstaates, das am 1. August 2026 in Kraft treten soll. Dieser Rechtsakt verbietet die Bereitstellung und Nutzung von Software, die Bilder von bekleideten Personen nachträglich durch Künstliche Intelligenz entblößt. Zuwiderhandlungen ziehen massive Strafen nach sich. Bis zu 500.000 US-Dollar werden pro generiertem Bild fällig.Anzeige

Für die Verantwortlichen bei xAI stellt diese Regelung einen direkten Eingriff in die durch den Ersten Zusatzartikel der US-Verfassung garantierte Meinungsfreiheit dar. Wie aus der offiziellen Klageerhebung vor dem zuständigen US-Bezirksgericht (PDF) hervorgeht, stört sich das von Elon Musk geführte Unternehmen hauptsächlich an der extrem weiten Definition des Begriffs der intimen Körperteile. Der Gesetzgeber soll sich laut xAI bei der Ausarbeitung einer Definition aus dem Sexualstrafrecht bedient haben. Folglich umfasse das Verbot auch die künstliche Generierung von inneren Oberschenkeln, männlichen Brüsten oder Gesäßen.

Die Verfasser der Klageschrift weisen darauf hin, dass eine Plattform mit Millionen aktiven Nutzer:innen schnell eine Summe von 50 Milliarden Dollar an Strafen anhäufen könnte. Das Resultat sei eine juristische Falle. Das Gesetz kriminalisiere harmlose Bilder.Anzeige