Ein Warenhaus, das seine Miete nicht mehr erwirtschaftet. Eine Stadt, die seit Jahren einen Ort für Bibliothek und Volkshochschule sucht. In Magdeburg liegen beide Probleme jetzt auf einem Tisch.Der SPD-Stadtrat Norman Belas schlägt vor, die möglicherweise frei werdenden Flächen im Galeria-Haus am Breiten Weg künftig für Bildung, Kultur und Handel zugleich zu nutzen. Darüber berichtet die Volksstimme.Nach Darstellung der Zeitung könnte der Vorstoß nicht nur das letzte Galeria-Warenhaus Sachsen-Anhalts sichern, sondern zugleich ein Problem entschärfen, das die Stadt seit Jahren beschäftigt.Beschlossen ist nichts. Es gibt bislang weder eine Drucksache noch eine Kostenschätzung, und ob der Eigentümer des Gebäudes mitspielt, ist offen.
Galeria Magdeburg: 33 Filialen auf dem Prüfstand
Der Konzern hat am 22. Juli mitgeteilt, welche seiner 83 Häuser er auf ihre Rentabilität prüft. Es sind 33 – und Magdeburg ist der einzige Standort in Sachsen-Anhalt auf dieser Liste.Entscheidend seien Mietbelastung und Ertragskraft, teilte das Unternehmen mit. Verhandelt wird mit den Vermietern über niedrigere Mieten und kleinere Verkaufsflächen. Kommt keine tragfähige Lösung zustande, ist die jeweilige Filiale gefährdet.„Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten“, sagte Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Einen Zeitplan nannte Galeria nicht.Filialgeschäftsführerin Corinna Pugh-Gehrke hatte sich vergangene Woche in der Zeitung zuversichtlich gezeigt und auf eigene Ideen für den Standort verwiesen. Von Untergangsstimmung wollte sie nichts wissen.Im Hintergrund steht eine Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro der US-Gesellschaft Gordon Brothers, gekoppelt an einen Sanierungsplan, der weitere Schließungen ausdrücklich vorsieht. Anfang 2024 hatte Galeria zum dritten Mal in vier Jahren Insolvenz angemeldet, im Sommer darauf schlossen neun Häuser. Heute beschäftigt der Konzern rund 12.000 Menschen.








