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Konjunktur: DIW sieht Wirtschaft holprig – „Achterbahnfahrt“ beim Konjunkturbarometer Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich weiter. Seit Februar schwankt der Indikator von Monat zu Monat. Das hat verschiedene Gründe.
Das Konjunkturbarometer des DIW ist weiter gefallen. Foto: Thomas Warnack/dpaDie Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli laut DIW-Institut deutlich eingetrübt. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) fiel auf 91,3 Punkte und damit auf den niedrigsten Wert seit Herbst 2025, wie die Berliner Ökonomen am Mittwoch mitteilten. Der Indikator entfernt sich damit merklich von der 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum signalisiert.„Die geopolitischen Unsicherheiten, vor allem bezüglich des Iran-Kriegs, spiegeln sich in der Achterbahnfahrt des DIW-Konjunkturbarometers wider“, sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. Seit Februar sei der Wert monatlich abwechselnd gestiegen und gefallen.Als Grund für die Eintrübung gilt neben dem schwelenden Konflikt zwischen dem Iran und den USA die weiter teure Energie. „Insgesamt belasten die immer noch deutlich erhöhten Energiepreise die deutsche Wirtschaft nach wie vor und sorgen für eine niedrigere Kaufkraft bei den privaten Haushalten sowie Verunsicherung bei den Unternehmen“, erläuterte Dany-Knedlik.Erstmal die Fakten Das Herz der deutschen Wirtschaft stockt Ein Lob auf den Mittelstand darf in fast keiner Politikerrede fehlen. Aber wie geht es ihm überhaupt? von Max HaerderZudem trübe die gedämpfte Entwicklung der Weltwirtschaft die „ohnehin schwache Nachfrage“ nach deutschen Exporten. Belastend wirken dem DIW zufolge auch Sorgen über ein Abflauen des KI-Booms und höhere Frachtkosten durch niedrige Flusspegelstände infolge des Hitzesommers. Unklarheit bestehe zudem über das konkrete Umsetzen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität durch die Bundesregierung.„Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft verläuft weiter holprig“, betonte DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. „Ohne eine dynamischere Binnennachfrage wird die Konjunktur weiter stark durch geopolitische Schocks und andere Krisen beeinflusst.“ Besonders die Industrie bleibe ein zentraler Belastungsfaktor. Die Produktion kommt laut DIW nicht vom Fleck und die Aufträge zeigen kaum Anzeichen einer nachhaltigen Belebung. Auch bei Dienstleistern sei die Stimmung verhalten, da etwa die hohe Inflation die Kauflaune der Verbraucher dämpfe.Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am Donnerstag eine erste Schätzung zur Wirtschaftsleistung im abgelaufenen Frühjahrsquartal. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni um 0,1 Prozent zum Vorquartal gestiegen ist. Anfang 2026 hatte es noch 0,3 Prozent Wachstum gegeben. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick









