Der Energiekonzern RWE blickt nach einem überraschend stark verlaufenen Halbjahr positiver auf 2026 sowie das kommende Jahr. Die erste Jahreshälfte habe die Erwartungen des Marktes übertroffen, teilte das Unternehmen überraschend am Dienstagabend nach Börsenschluss mit. Für das zweite Halbjahr rechnet RWE zudem mit höheren Rohstoffpreisen und einem zusätzlichen positiven Ergebnisbeitrag aus der aufgestockten Beteiligung an Amprion. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Die RWE-Aktie kletterte am Mittwoch um gut 2,5 Prozent aufwärts. Die Kennziffern sähen stark aus und die Erhöhung der Unternehmensziele falle stärker aus als von Analysten gedacht, lobte ein Händler. Zudem erhöhten am Mittwoch mehrere Analysten ihre Kursziele.Für das laufende Jahr erwartet das RWE-Management den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nun bei 5,75 bis 6,35 Milliarden Euro, statt zuvor 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis soll nun bei 1,95 bis 2,45 Milliarden Euro liegen, nach 1,55 bis 2,05 Milliarden Euro zuvor.Dies erleichterte auch JPMorgan-Experte Pavan Mahbubani. Er geht davon aus, dass die Stärke von RWE im Energiehandel die Bedenken von Investoren hinsichtlich Schwächen in vergleichbaren Geschäftsbereichen anderer Unternehmen zerstreuen dürfte. Diese Sorgen waren aufgekommen, nachdem sich das britische Energieunternehmen Centrica vergangene Woche vorsichtig gezeigt hatte.
RWE: Aktie legt nach angehobener Prognose für 2026 und 2027 zu
Das Energiegeschäft mit Windrädern und Solaranlagen hat wegen hoher Rohstoffpreise zuletzt kräftig angezogen und RWE ein überraschend starkes erstes Halbjahr beschert. Der Konzern rechnet nun mit kräftigen Gewinnsprüngen.







