Mit dem Krankenkassen-Sparpaket ist weniger Geld im Topf. Das spüren nicht nur Ärzte, sondern auch Patienten, sagt die Kassenärztliche Vereinigung. Einige hat sie besonders im Blick.

29.07.2026, 09.40 Uhr

Andreas Bartels, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz

Die beschlossene Gesundheitsreform könnte schmerzhafte Folgen für die Patientinnen und Patienten haben, warnt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Rheinland-Pfalz. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa lässt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andreas Bartels kaum ein gutes Haar an der Gesundheitspolitik des Bundes.

»Für mich ist das ein Notstandsgesetz«, sagte Bartels zu dem kürzlich verabschiedeten Gesetz aus dem Bundesgesundheitsministerium. Er sieht einen Paradigmenwechsel. »Bisher haben wir die Gesundheitsversorgung immer danach ausgerichtet, wie hoch der Bedarf ist. Jetzt wird Gesundheitsversorgung angeboten nach dem Motto: Wie viel Geld ist in der Kasse?«. Und selbst bei einigen an sich guten Ideen des Gesetzes zur Stabilisierung der Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung sei der eingeschlagene Weg ein falscher, kritisierte Bartels.