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Immobilien: Vorläufiger Insolvenzverwalter für Centrum Development bestellt Uwe Reppegather sitzt weiter in Untersuchungshaft. Nun ordnet das Amtsgericht Düsseldorf die vorläufige Insolvenzverwaltung bei seiner Centrum Development an.
Uwe Reppegather: Der langjährige Kopf der Centrum-Gruppe sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft. Foto: Landeshauptstadt DüsseldorfDüsseldorf. Das Amtsgericht Düsseldorf hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Centrum Development angeordnet. Das geht aus einer Mitteilung aus dem Portal insolvenzbekanntmachungen.de hervor. Demnach hat das Gericht Rechtsanwalt Axel Kleinschmidt am Mittwoch zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt.Ob die Gesellschaft selbst oder ein Gläubiger den Antrag auf die Eröffnung des Verfahrens stellte, ist unklar. Das Gericht ordnete einen Zustimmungsvorbehalt an: Verfügungen der Gesellschaft über Vermögensgegenstände sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam.Außerdem wurde Drittschuldnern untersagt, weiterhin an die Schuldnerin zu zahlen. Kleinschmidt ist ermächtigt, Bankguthaben und Forderungen einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Centrum und Kleinschmidt ließen kurzfristige Anfragen des Handelsblatts zunächst unbeantwortet.Alte und neue Centrum-Zentrale im Düsseldorfer Medienhafen: Von hier aus steuerte Reppegather sein Imperium. Foto: Handelsblatt, Michael VerfürdenDie Centrum Development ist eine Art Nachfolgegesellschaft der Centrum-Gruppe, die seit Jahren zu den prägendsten Projektentwicklern in Innenstadt- und Premiumlagen zählte. Gründer und langjähriger Kopf des Netzwerks ist der Düsseldorfer Immobilienunternehmer Uwe Reppegather.Reppegather sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft. Er und mehrere Centrum-Führungskräfte stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen wegen schwerer Wirtschafts- und Finanzkriminalität der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Das Handelsblatt hatte im Februar über Unregelmäßigkeiten berichtet.Ermittlungen sind „wie ein Damoklesschwert“Die Centrum-Gruppe brach Anfang Juli 2023 zusammen, Mitte August 2023 folgte die private Insolvenz Uwe Reppegathers. Allein die Forderungen gegen ihn beliefen sich auf rund 1,6 Milliarden Euro. Sowohl das Unternehmen als auch Reppegather konnten die Verfahren aber vergleichsweise schnell hinter sich lassen.Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Reppegather, vor den Insolvenzen im großen Stil Vermögen verschoben zu haben. Es geht um Vorwürfe wie Bankrott, Betrug, Untreue und die Verletzung der Buchführungspflicht. Die weiteren Beschuldigten sollen sich an mutmaßlichen Taten Reppegathers beteiligt haben.Reppegather hatte die Vorwürfe stets bestritten und betont, dass es „keinerlei Anhaltspunkte“ für Fehlverhalten gebe. Centrum antwortet seit Monaten ebensowenig auf Fragen wie die beschuldigten Führungskräfte.Die Vorwürfe brachten das Unternehmen zwei Jahre nach einem abgeschlossenen Insolvenzverfahren erneut unter Druck. Geschäftspartner gingen auf Abstand, berichteten Insider. Die absehbar langwierigen Ermittlungen schwebten „wie ein Damoklesschwert über dem Unternehmen“.Handelsblatt Crime Der Absturz des „Wolf of High Street“ – Uwe Reppegather und seine Centrum 19.04.2026









