Meiningen (dpa/th) - Ein Großbrand auf dem Gelände hinter dem Dampflokwerk in Meiningen ist nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Um Mitternacht teilte die Stadt mit, dass der Brand eingegrenzt werden konnte. Der Einsatz laufe aber noch. Die Feuerwehr war am Dienstagnachmittag ausgerückt. Insgesamt waren laut des Meininger Bürgermeisters Fabian Giesder rund 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Katstrophenschutz im Einsatz. Aufruf an alle Bewohner: Aufenthalt im Freien vermeidenMessungen hätten zwar keine Gefährdung für die Bevölkerung ergeben. Die Anwohner der Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen war aber gebeten, den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem sollten Klima- und Lüftungsanlagen ausgeschaltet sein. Auch in der naheliegenden Stadt Suhl war am Abend eine Gefahreninformation herausgegeben worden, da der Rauchgeruch und eine meterhohe schwarze Rauchsäule bis dorthin wahrnehmbar waren.Das Feuer brach in einer alten Industriehalle aus - auf der Brachfläche, die zum früheren Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) gehört. Die Löscharbeiten an dem ungenutzten Lagerhallenkomplex gestalteten sich auch aufgrund des zugewucherten Geländes schwierig, wie es hieß. Das Feuer konnte demnach erst nach mehrstündigem Einsatz auf die Fläche des Hauptkomplexes begrenzt werden. Das Gebäude sei akut einsturzgefährdet. Während der Löscharbeiten sei ein Feuerwehrmann aufgrund der großen Hitze mit Kreislaufproblemen behandelt worden. Die Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich bis mindestens heute Mittag andauern, hieß es in der Nacht. Die Feuerwehrleute würden durch nachalarmierte Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Schmalkalden-Meiningen abgelöst, teilte die Stadt mit.© dpa-infocom, dpa:260728-930-451982/4