Grafik der WocheWie der Spitzensommer die Preise anheiztWegen der niedrigen Wasserstände haben sich die Frachtkosten für die Rheinschifffahrt vervielfacht. Das sorgt für zusätzlichen Preisauftrieb in Deutschland und der Schweiz.Der Krieg im Nahen Osten bestimmt seit Monaten das Auf und Ab des Ölpreises und damit den Pfad der Energiepreise und der Inflation. Doch nun kommt ein weiterer preistreibender Faktor dazu: Die Hitze und die Trockenheit in Europa führen nicht nur zu einem erhöhten Strombedarf für die Kühlung und zu Produktionsausfällen bei Wärmekraftwerken wie etwa AKW, sondern auch zu steigenden Transportkosten.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenThemarket.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Im Zentrum steht der Rhein, die wichtigste Wasserstrasse Europas und Lebensader der deutschen Wirtschaft. Auch die Schweiz wickelt über 10% des gesamten Aussenhandels über den Rhein ab. Fast ein Viertel der Ölimporte kommen über den Basler Rheinhafen ins Land.Doch das trockene und heisse Wetter lässt den Wasserpegel des Rheins so stark absinken, dass die Schiffe nur noch zu einem Bruchteil der normalen Kapazität beladen werden können. Dadurch sind die Frachtkosten förmlich explodiert.Die Tarife zur Beförderung von Diesel oder Benzin von den Rotterdam oder Amsterdam zu den deutschen Zielhäfen oder Basel hat sich in den letzten Monaten versiebenfacht. Statt 20 bis 30 € pro Tonne bezahlen die Kunden derzeit 145 € im Schnitt. Die Frachtraten sind damit höher als im Dürresommer 2022.Das verteuert die importierte Ware – just zu einem Zeitpunkt, da die Teuerung in Europa endlich zurückzuweichen schien. Im Juni ist die Inflationsrate der Eurozone von 3,2 auf 2,8% gesunken.Selbstverständlich fallen bei den meisten Gütern die Transportkosten nicht besonders stark ins Gewicht. Beim Benzin macht der Transport von Rotterdam nach Basel in normalen Zeiten nur rund 5% des Warenwerts aus. Dafür aber trifft die Dürre alle Importe, die über den Rhein verschifft werden, auch Containerfracht und Schüttgut.Und während sich die Lage am Persischen Golf jederzeit entspannen kann, so wie in den letzten Tagen, ist beim Rheinpegel keine Besserung in Sicht.Der Wasserstand in Kaub, einer kritischen Stelle in der Nähe von Koblenz, ist am Dienstag auf 30 cm gefallen, unter das Niveau von August 2022. Wenn bis Ende Woche wie von den Wettermodellen prognostiziert kein Regen fällt, wird sogar der tiefste je gemessene Wert von 25 cm aus dem Jahr 2018 unterboten.Die Klimaerwärmung schadet damit längst nicht mehr nur der Natur, sondern auch dem Portemonnaie.
Rekordhohe Rheinfrachtpreise sorgen für nächsten Preisschock
Wegen der niedrigen Wasserstände haben sich die Frachtkosten für die Rheinschifffahrt vervielfacht. Das sorgt für zusätzlichen Inflationsdruck.







