„Die Umweltschutzbehörde ist stolz, die Agenda des Präsidenten (Donald Trump) voranzutreiben‟, sagt der bei der United States Environmental Protection Agency (EPA) für Luft und Strahlung zuständige Aaron Szabo. Denn er hat eine Gesetzeslücke gefunden, die fossile Kraftwerke von Schadstoffgrenzwerten befreit, solange sie nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind (sogenannte Inselanlagen).
Große Privatkraftwerke sind im Zuge des KI-Booms, der riesige Rechenzentren mit enormem Strombedarf erfordert, in Mode gekommen. Diese Inselanlage dürfen laut EPA bundesrechtlich so viel Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid ausstoßen, wie sie wollen. Das „erweitert Möglichkeiten für Firmen, Inselkraftwerke für Datenzentren zu bauen und zu betreiben‟, schreibt die Umweltschutzbehörde in ihrer Pressemitteilung vom Montag.
Gleichzeitig wird es für ans öffentliche Stromnetz angeschlossene Kraftwerke billiger, Schwefeldioxid auszustoßen. Das erfreut insbesondere Betreiber von Kohlekraftwerken: Sie brauchen für Schwefeldioxid Emissionsrechte. Diese sind umso günstiger, je weniger Nachfrage es gibt.
Clean Air Act hat Lücke
Im Kampf gegen sauren Regen wurden die Grenzwerte für Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid 1990 eingeführt, durch eine Novelle des Clean Air Act (Gesetz für saubere Luft). Die Maßnahmen des Acid Rain Program griffen in zwei Phasen, 1995 und 2000. Eine Studie hat gezeigt, dass bereits 2005 der Schwefeldioxidgehalt der Atemluft stark gesunken war; damit sanken auch die Herz-Kreislauf-bedingten Todesfälle.










